Monatsarchiv: August 2012

Rückblick: Ausnahmezustand bei Steirer-Festival!

Besser hätten die Veranstalter des Steirer-Festivals am Red-Bull-Ring nicht planen können. Die Sonne strahlte heiß vom Himmel und lockte mehr Besucher als erhofft nach Spielberg. Andreas Gabalier, Anna F., die regionale Band Gnackwatschn, Piero Esteriore  und die Rocklegenden von Opus heizten den Fans ein. Letztere rollten in energiegeladener Manier 25 Jahre Rockgeschichte auf. Mit „Live is life“ erreichte die Stimmung am Red-Bull-Ring erstmals ihren Höhepunkt. Danach waren die Fans beinahe in frenetischer Stimmung und die Gabalier-Hysterie nahm ungeahnte Ausmaße an.

….Um 22.05 Uhr geht es über klirrende Metallstiegen auf die Bühne. Mit wuchtigem Ziehharmonika-Intro tritt er entschlossen vor die 15.000 Wartenden. Das Selbstporträt „Volks-Rock’n’Roller“ begleitet er mit dem genrespezifischen Gesäßwackler. An diesem Abend herrschen auf dem Konzertgelände Emotionen, wie man sie sonst nur bei Robbie Williams  antrifft. Während des Konzerts kippen reihenweise Mädls um.

Dann bittet der Künstler um Ruhe, um absolute Ruhe. Gabalier: „Jetzt spiele ich für meinen toten Vater und meine viel zu früh verstorbene Schwester.“ Beide nahmen sich das Leben, und Gabalier fordert: „Jetzt bitte kein Applaus, kein Geschrei. Ich will die Stille.“ Die Lichter werden gedämpft. Im Publikumsraum leuchten Feuerzeuge, Handys, sogar einige Wunderkerzen auf. Der persönlichste aller Songs wird gespielt. Bei „Amoi seg ma uns wieda“ (siehe Video unten) treibt es nicht nur den weiblichen Fans die Tränen in die Augen. Nach dem Song herrscht unheimliche, friedliche Ruhe. Danach geht es ins Finale – nach 100 Minuten schickt er die Hochbeglückten mit „Sweet little Rehlein“ nachhause.

Der Auftritt in Spielberg war das letzte Konzert der „Volks-Rock’n’Roller“-Tournee. „Das fast ausverkaufte Konzert in der Wiener Stadthalle, das war der geilste Moment bisher“, sagt er zufrieden. Dann geht er noch einmal zu den Fans, gibt Autogramme. Nach einer Stunde ist der dritte Filzstift leer geschrieben. „Die Fans geben mir so viel Kraft. Das ist unglaublich“, sagt er. Erst als der letzte zufriedengestellt ist, setzt er sich auf die Rampe hinter der Bühne, wischt sich den Schweiß vom Gesicht und verschwindet in die Garderobe.

Quelle…..  und Quelle….

.
Dank ServusTV können Sie  Ausschnitte von Gabaliers Auftritt bei seinem „Heimspiel“ nochmals genießen:

Weiterlesen

Kategorien: Live-Auftritte | Schlagwörter: , , , | 3 Kommentare

Profil fragt: „Was kann er besser?“

Eine Innenpolitik-Redakteurin des österreichischen Magazins PROFIL macht sich auf die Suche nach der Spur des Phänomens Andreas Gabalier und stellt die Frage: „Was kann er (Andreas) besser?


Andreas Gabalier ist derzeit die heißeste Ware im österreichischen Musikgeschäft. Etwas mehr als drei Jahre nach seinem ersten Fernsehauftritt hat der 27-jährige Grazer schon alle Rekorde gebrochen, die auf dem heimischen Markt zur Disposition standen. Sein Hit „I sing a Liad fia di“ ist, gemessen an den Chartplatzierungen, die erfolgreichste Single aller Zeiten und pickt seit fast 100 Wochen in der Hitparade. Gaba­lier verkaufte bisher rund 700.000 Tonträger, spielt grundsätzlich vor ausverkauften Häusern und füllte im Mai auch die Wiener Stadthalle problemlos.

Die Dimensionen seiner Popularität kann ermessen, wer in der Internetsuchmaschine Google die Buchstaben „an“ eingibt. Als einer der ersten Treffervorschläge kommt Andreas Gabalier. Angelina Jolie liegt deutlich weiter hinten. Irgendetwas muss der junge Mann sehr viel besser beherrschen oder ganz anders machen als die Konkurrenz. Nur was?

Ein paar Antworten darauf gibt es: Gabalier textet und komponiert seine Songs selbst. Das machen nur wenige Interpreten, im Volksmusik-Biotop sind es eher noch weniger. Er spielt mit seiner Band grundsätzlich live und nicht Playback. Auch das ist nicht die Regel. Er hat sich eine Aufmachung mit hohem Wiedererkennungswert verpasst: rot-weiß karierte Sonnenbrille, fett gegelte Elvis-Haartolle, kurze Lederhose, kariertes Schnäuztuch ums Handgelenk und obenrum gern mal nackt. Selbst wer die Details schaurig findet, vergisst sie nicht so schnell. Der Mikrofon-ständer auf der Bühne besteht aus Wurzelholz und ist mit einem Rehgeweih sowie diversen Stofftieren verziert. Sonderlich praktisch ist das schwere Trumm zwar nicht, aber originell. Singen kann Gabalier auch, jedenfalls besser als Hansi Hinterseer – und der lebt ja ebenfalls ganz gut davon.

Außerdem hat der Mann eine abgeschlossene Schulbildung, ist jung, nicht unattraktiv und wirkt trotz seiner Maskerade weniger synthetisch als viele Kollegen. Sogar der Name ist echt: Gabalier heißt wirklich Gaba­lier. Angeblich war der Ururahn vor etwas mehr als 200 Jahren mit den napoleonischen Truppen in die Steiermark gekommen und hier geblieben. Weil es so schön ist „bei uns dahaam“, eh klar.

Weiterlesen

Kategorien: Pressemeldungen | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.