A. Gabalier im Gespräch mit Radio Berlin


Heute mittags strahlte das Radio B2 Berlin-Brandenburg ein Interview mit Andreas Gabalier aus – natürlich eine Aufzeichnung, denn bekanntlich befindet sich Andreas zurzeit auf Urlaub zuhaus in seiner (verschneiten) Steiermark.
Die ganze Radio-Sendung dauerte eine Stunde wo unter anderem „I sing a Liad“, „So liab hob i di“ und der neue Song „Go for Gold“ gespielt wurden. Wir haben das Gespräch mit Andreas zusammengeschnitten und daraus wieder ein Hör-Video fabriziert.
Interessant für uns war, dass Andreas in diesem Interview auch bewusst auf seine ruhigeren Songs hinweist und nicht nur auf das EINE Lied in Deutschland reduziert werden möchte:

Da die Tonqualität nicht die Beste ist, hat sich eine treue VRRollerin die Mühe gemacht und von diesem Interview eine Mitschrift angefertigt – Hut ab! …..

 

Moderator: Als Live-Gast ist heute einer bei mir, als ich von dem das erste Mal gehört hab, dachte ich mir „o Gott, so einer der im Musikantenstadl da richtig aufräumt“, ne ne, je mehr ich von dem gehört habe, umso begeisterter bin ich. Er selbst nennt sich der Alpen-Rock’n’Roller und diejenigen, die seine Musik kennen, die wissen jetzt ganz genau wer da ist, Andreas Gabalier, ich freu mich auf ihn! Und wenn Sie ihn noch nicht kennen sollten, unbedingt dran bleiben, denn viel Interessantes und Wissenswertes in der nächsten Stunde.
Herzlich willkommen, Andreas! In Deutschland kennen wir ihn seit der Single „i sing a Liad für di“ Andreas kommt aus Österreich, aber er hat schon viel viel eher mit der Musik begonnen. Andreas erklär einmal, wie fing alles an?
Andreas: Ich hab ursprünglich Jura studiert. Ich hab ein Gedicht damals für eine Exfreundin geschrieben. Wir haben das in des Nachbars Kellergemächern vertont, das zum Radio getragen und irgendwie ist das gespielt worden. Seit einem guten Jahr jetzt auch in Deutschland immer mehr und mehr, ja so weit, dass wir nächstes Jahr sogar auf die erste Tournee kommen.

 

 

Moderator: Tolle Geschichte, ich hab’s ja schon erwähnt, man nennt dich ja auch den AlpenRock’n’Roller, vom Aussehen her, da passt du ja mit deiner Tolle eher in die Rockabilly-Szene, machst aber deutschsprachige Musik. Wie passen denn Frisur und Musik zusammen? Wie würdest du denn das ganz genau beschreiben, was du da machst?
Andreas: Ja buntgemischt, die Musik, sowohl als auch die Lieder, als auch ich hab da einen sehr breit gestreuten musikalischen Geschmack. Diese Richtungen, die ich da auch wirklich versuch einfließen zu lassen in meine Musik, in die Machart der Musik. Die Frisur, die war immer schon irgendwie anders, alle ein, zwei Jahre wurden die Haare anders geschnitten, jetzt stehen sie zu Berge im volksrock’n’rollschem Style, gehört momentan dazu zur Marke, muss man glaub ich schon fast sagen, hat sich ergeben, durch eine Florian Silbereisen-Sendung, wo die Mädels der Maske gemeint haben, zum Hüftschwung von „i sing a Liad für di“ gehört eine andere Frisur und dann haben sie sie mir so geschnitten, seitdem trag ich sie so!

 

 

Moderator: Ich muss mal ein bisschen bohren, darf ich fragen, welche Musik hörst du denn so privat?
Andreas: ach von Johnny Cash über ACDC, von Metallica zu, … ja alles eigentlich! Es gibt kaum etwas, alles was a bisserl rockiger is, Unheilig is so seit 2 Jahren auch ganz vorne mit dabei …

 

 

Moderator: Also ganz genau das Gegenteil von dem, was man so erwarten würde, wenn es um die volkstümliche Hitparade geht! Nun reden wir die ganze Zeit über einen Titel „I sing a Liad für di“ und für alle die den nicht mehr so bewusst im Ohr haben, wollen wir uns den jetzt einmal anhören!
(nach dem Lied) Andreas, der Titel „I sing a Liad für di“, der hat ja richtig eingeschlagen wie eine Bombe, seit dem bist du auch in Deutschland bekannt. Wie hat sich denn dein Leben seit „I sing a Liad für dich“ verändert?

 

 

Andreas: Ja,selten noch zu Hause! Österreich ist ja ganz ganz schnell gegangen, viele große Konzerte, viele Fernsehshows. Jetzt geht das alles irgendwie in Deutschland seit diesem Jahr von vorne los, so quasi nach dem Motto „und täglich grüßt das Murmeltier“. Ja, schon ein aufregender neuer Lebensabschnitt! Man ist wenig daheim, man ist bemüht dann doch immer wieder oder doch noch den Anschluss ans Leben davor zu finden, weil das hat’s ja auch gegeben und das wird’s hoffentlich auch wieder einmal geben! Das ist jetzt Neuland, da die Musik und ich hab momentan viel Spaß daran. Das ist ein aufregender neuer Lebensabschnitt, aber man muss sich natürlich, oder man hat sich schon an Vieles gewöhnen müssen!

 

 

 

Moderator: Ja, da klingt so ein bisschen Wehmut mit. Jetzt muss man ganz ehrlich sagen, wenn jemand so einen Kracher landet wie „I sing a Liad für dich“, dann rechnet man doch damit, dass der Nachfolge-Hit so ähnlich ausfällt, also richtig rein geht. Alle haben gespannt auf diesen Nachfolge-Hit gewartet und es gab doch wirklich eine Menge überraschter Gesichter bei uns in der Musik-Redaktion, denn das ist nun wirklich kein Partykracher, das ist so etwas für die wilden Romantiker.
Andreas: Das war die erste Nummer, die wir aufgenommen haben, die in Österreich ein großer Erfolg war, da ist das „I sing a Liad für di“ erst gefolgt und ich glaub, dass Deutschland erst durch „i sing a Liad für di“ aufmerksam geworden ist. Das ist jetzt nicht alles nur „i sing a Liad für di“, wenn man sich die DVD anschaut, dann gibt’s da viele rockige, viele poppige, viele ruhige Nummern und das „so liab hob i di“ war sicherlich der größte Österreich-Erfolg und deswegen haben wir jetzt auch gesagt, wir bemustern’s jetzt auch einmal in Deutschland. Ich bin nicht auf der Suche nach einem Folge-Hit! Ich glaub, das wäre auch Schwachsinn, das schafft man sowieso nie, „i sing a Liad für di“ ist zu stark gewesen um jetzt quasi eine Fortsetzung davon mit Krampf zu suchen. Alles gut! Ich glaub, man freut sich auch schon überhaupt so einen Hit gehabt zu haben, man braucht sich dann nicht krampfhaft auf die Suche von einem Nachfolger davon machen!

 

 

Moderator: Wie werden denn die Reaktionen auf diesen etwas ruhigeren Titel ausfallen? Was denkst du!  Welche Erwartungen hast du?
Andreas: Ja, ich lass mich überraschen! Aber das sind eigentlich die viel mehreren Reaktionen auf die ruhigen Lieder bei mir. „I sing a Liad für di“ war der Hit oder ist der Hit, der flotte beschwingte, der immer und überall so passt, den man im Radio hört, im Fernsehn sieht, mit dem man mich irgendwie auch in Verbindung bringt, es sind aber aufgrund der vielen Verkaufszahlen der CDs – über die ich mich freuen darf – die eigentlichen Reaktionen auf die ruhigen Lieder! Sei es „so liab hob i di“ oder „einmal sehn wir uns wieder“, wo sich Leute wirklich zutiefst dafür bedanken, weil das Songs sind, die man nicht alltäglich im Radio hört, die man sich dann zu Hause einlegt, für welche Situationen auch immer, und das ist schon grad in Österreich so ein großer großer Fundamentpart von mir, diese ruhigen Lieder. Grad die erste CD war ja sehr sehr still, sehr sehr ruhig produziert und damit hat’s für mich begonnen. „I sing a Liad für di“ war dann erst so die Fortsetzung, dass ich mich jetzt nicht nur darauf aufhängen möcht, sag i ganz ehrlich!

 

 

Moderator: Also für uns war „i sing a Liad für di“ die Nummer 1, jetzt kommen wir aber zu seiner ersten Produktion, zu dem Titel von dem wir die ganze Zeit reden, der so ein bisschen ruhiger, ein bisschen gedämpfter ist „so liab hob i di“(nach dem Lied) Aus dem Nachbarland Österreich haben wir einen Gast, bei uns bei Radio B2 am Mittag ist zu Gast Andreas Gabalier. Mit ihm haben wir schon über seine neuen Projekte gesprochen. Nun weiß ich ja Andreas, die Österreicher stehen so ein bisserl auf Schifahren, ist ja  klar, in der Heimat der vielen Berge. Hier in Berlin-Brandenburg ist ja von der weißen Pracht, vom Schnee nichts zu sehen, das wird ja eher so ein nasser feuchter Jahreswechsel. Für alle die, die so ein bisschen auf Schnee abfahren, die müssen schon ein bisschen weiter weg. Wie sehen eigentlich die letzten Tage bei dir aus, Andreas? Wo wirst du diese letzten Tage verbringen?

 

 

Andreas: Tief verschneit in den Wölzer Tauern in der Obersteiermark. Wir haben jetzt schon einen guten Meter Schnee im Tal liegen, auf den Bergen versinken wir bereits, kitschig muss man wirklich sagen, große Bergkulissen bis 3000 m, Lawinen die abgehen, bunt geschmückte Bergdörfer, das genieß ich sehr, muss i sagen! Da tut mir dann manchmal das Herzerl weh, wenn i da in den hohen Norden heraufflieg’, wo’s dann doch nicht so viel Schnee gibt, sehr viel Dreck, Matsch, da eigentlich überall zu sehen ist, da freut man sich, dass es bei uns noch so viel Schnee gibt auf den Bergen!

 

 

Moderator: also, ich muss ganz ehrlich sagen so  kitschig find ich das überhaupt nicht, sondern wirklich toll! Aber jetzt mal eine ganz andere Frage. Wie sieht’s denn eigentlich aus, hast du in diesen Tagen so zwischen den Jahren – heute bist du bei uns – aber wie sieht’s denn jetzt an den Wochenenden aus, hast du ein bisschen Ruhe oder reist du da immer noch von einem Auftritt zum nächsten?
Andreas: Nein, also generell Ruhe! Das waren mir immer schon die heiligen Ferien, auch neben dem Studium und in meiner Schulzeit. Ich hab immer viel nebenbei gejobbt in den anderen Ferien des Jahres und auch an den Wochenenden. Dieses Jahr ist es einmal unterbrochen, am 29. Dezember, weil wir die Schladming Ski-WM-Nummer, das Lied dafür, mein Beitrag dazu, präsentieren beim Damen-Nachtslalom, das heißt da muss ich einmal noch im beruf’schen Sinne ausrücken, aber sonst ist wirklich bis Ende Jänner einmal Tonstudio angesagt, Ruhe, Schifahren, ein bisserl abschalten.

 

 

Moderator: Das hat er jetzt so ganz leise, so ein bißchen nebenbei gesagt, bescheiden. „Go for Gold“ heißt die offizielle Songhymne der Schiweltmeisterschaft in Schladming und natürlich der Titel gesungen und geschrieben von Andreas Gabalier, wollen wir gleich hören! Andreas, wie sieht’s eigentlich bei dir aus für’s neue Jahr, für’s Jahr 2013, da stellt man sich ja immer so ein paar Dinge vor, Wünsche, Ziele. Was hast du dir vorgenommen, welche Wünsche hast du denn für das Jahr 2013?
Andreas: Ich hab eigentlich nur einen Wunsch, dass die Deutschlandtournee möglichst voll sein wird! Das ist noch so ein großes Ziel vor Augen, das man einfach hat. Österreich lauft gewaltig, da sind die Hallen voll in kürzester Zeit. Der Vorverkauf hat gewaltig begonnen, also man darf überhaupt nicht jammern und das wär natürlich der Hammer, wenn es bis zum September auch in Deutschland richtig volle Hallen gäbe!

 

 

Moderator: … und ich kann’s nur empfehlen, wenn Sie eine so richtig tolle Party erleben wollen vom Alpenrock’n’Roller Andreas Gabalier, dann sollten sie unbedingt zu einem seiner Konzerte gehen. Wir bedanken uns ganz herzlich für den Besuch hier im Studio von Radio B2 bei Andreas Gabalier und ich hab’s versprochen, wir wollen die Hymne hören „Go for Gold“, die offizielle Songhymne der Schiweltmeisterschaft in Schladming gesungen von Andreas Gabalier.

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Ein Gedanke zu „A. Gabalier im Gespräch mit Radio Berlin

  1. Kathrin

    I hoff bis nächstes Jahr ists dann auch bis nach oben nach Berlin gedrungen, dass es „Volks“RocknRoller heißt… ansonsten wars a nettes Interview… 😉

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