Tagesarchiv: 6. Januar 2013

Regenbogenpresse: Der Steirerbua kann nicht mehr?

270298_271254443000026_904365081_nAls ich vor 2 Wochen für unseren Blog mit Andreas das Interview führte, in dem er u.a. auch das Jahr 2012 Revue passieren ließ und davon sprach, dass es ein „beinhartes Jahr“ war und zukünftig die Termine geblockt geplant werden, habe ich es erstens nicht für möglich gehalten, dass so viele Zeitungen unser Interview 1:1 übernehmen werden und zweitens, dass diese Medien den Sinn der Aussage vollkommen konträr wiedergeben.
Unglaublich, aber so funktioniert Journalismus und so verkauft man Schlagzeilen.
Aus einem „beinharten Jahr“ wurde gleich ein burnout-gefährdeter Andreas Gabalier, der demnächst in den USA untertauchen muss, bishin „Der Steirerbua kann nicht mehr!“

Schlimm wenn ein Blatt einen Blödsinn eines anderen Blatt abschreibt! Andreas erholt sich zurzeit Zuhause in der Steiermark und freut sich schon riesig auf die kommende Tournee, die im Sommer beginnt und nicht wie z.B. in der  WOCHE HEUTE angekündigt im Februar:

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Die neue Lust auf’d Heimat

Vor ein paar Tagen las ich einen kritischen Kommentar über Andreas Gabalier, in dem Andreas vorgeworfen wurde, dass er den Begriff „Rock`n`Roll“ missbrauchen und beleidigen würde, da dieser Begriff für „rebellisch“ gelte und Andreas mit seiner Musik nicht im Sinne  des Rock`n`Roll gegen Werte der älteren Generation aufbegehren würde.
Man liest täglich im Internet irgendeinen Schwachsinn und der oben zitierte Kommentar gehört zweifellos dazu, denn er ist aus einem Grund auch vollkommen falsch. Die Eltern-Generation der heutigen Jugend prägte mit ihren 68er-Ideologien in den letzten Jahrzehnten die Politik und die Gesellschafft. Ich nenne an dieser Stelle nur die Globalisierung und die unzähligen erschaffenen Normen, die den Menschen gewollt oder ungewollt, aufgezwungen wurden (sei es die Länge der Gurken, Marmelade oder Genderisierung a la Bundeshymne, Bücher,…)! Alles in EINER Norm – ade dem alten Europa mit seinen zahlreich verschiedenen Kulturen und Bräuchen!
Und nun kommt ein Steirerbua daher und belebt mit einer fetzigen, rockigen Volksmusik wieder regionale Werte, Traditionen – ist das nicht rebellisch genug?

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Die neue Lust auf Heimat wird gegenwärtig von der Modebranche bis hin zu den Lebensmittelketten neu entdeckt – auch die Zeitungslandschaft ist längst auf diesen neuen Trend aufgesprungen und erfreut sich über eine große Leserschaft, nicht nur in Österreich, auch in Deutschland macht sich der neuentdeckte Lokalpatriotismus wieder bemerkbar.

Der Donaukurier berichtet aktuell:

Ein ursprünglich altes Lebensgefühl kommt wieder auf. Das Geschäft mit der Lust am Bodenständigen, Traditionellen, dem Leben auf dem Land und alten Werten boomt.

Die Zeitschriftenbranche reagiert mit Titeln wie „Landlust“, „Liebes Land“, „Mein schönes Land“, „Kraut & Rüben“, „Muh“ oder der neuen bayerischen Version von „Servus in Stadt & Land“. „Landlust“ liegt in der Rangliste der auflagenstärksten Zeitschriften auf Platz 13 – vor „Spiegel“, „Stern“ und „Bunte“. Die Leserschaft im mittleren Alter, laut „Servus“-Chefredakteur Andreas Kornhofer meist weiblich und einkommensstark, honoriert die Anstrengungen der Verlage und kauft die mit eindrucksvollen Fotos professionell aufgemachten Magazine. Manche holen sich damit ein Stück Heimat und Natur nach Hause, atmen die Landluft ein, wenn sie in eine Wolldecke gekuschelt auf dem Sofa ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung in der Großstadt sitzen und lesen. Andere buddeln selber gerne in der Erde, kochen Marmelade selbst und backen Plätzchen nach Omas Rezepten. Manager, die während der Woche von einem Termin zum anderen hetzen, suchen bei der Lektüre Ruhe und Entspannung, Hausfrauen den ultimativen Tipp fürs Weihnachtsmenü, und die gestandenen Bayern die Geschichten und Sagen, die ihre Heimat ausmachen. Die Jungen wollen neben ihren News auf iPad und iPhone vielleicht ein bisschen Heimat und Tradition einsaugen. Vor allem sie sind es, die in Tracht auf die Wiesn gehen.

Der typische Käufer und Leser von Land-Zeitschriften ist schwer am Alter, Berufsstand oder einer Eigenart festzumachen – zwischen 20 und 90 Jahren vom Handwerker bis zum Uni-Professor!

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