Tagesarchiv: 8. Januar 2013

Ein Rock`n`Roller rettet die Volksmusik?

Ich freue mich eigentlich über jedes neue Interview mit Andreas – ABER – bestimmte Fragen kann ich nimmer lesen, wenn sie jedesmal gleich lauten und schon unzählige Male beantwortet wurden!
Eine dieser ausgeleierten und dummen Fragen an Herrn Gabalier lauten: Bist Du Volksmusiker oder ein Rock`n`Roller?

Abgesehen dass Andreas diese Frage schon gut dutzendemale beantwortet hat, braucht man sich eigentlich  nur Andreas Song VolksRock`n`Roller anhören – danach erübrigt sich diese oder ähnliche Fragestellungen. Ich verstehe auch wirklich nicht den Sinn dieser versuchten Schubladisierung – außer man will die verschiedenen Genres der Musik nach einer Wertigkeit a la „cool, gut bis peinlich“ beurteilen. Es ist kein Geheimnis, dass Volksmusik und Musikantenstadl-Freunde bei vielen Journalisten keinen hohen Stellenwert genießen 🙂

gabalier4_klVRRoll beim Musikantenstadl – das klappt perfekt!

Unsere beste Spürnase hat wieder ein „aktuelles“ Interview im Netz gefunden – das aktuell ziere ich deshalb mit Anführungszeichen, da einige Fragen/Antworten aus älteren bzw. anderen Medien 1:1 einfach abgeschrieben wurden!

Der Titel dieses Interviews lautet einmal mehr: DER RETTER DER VOLKSMUSIK!

Andreas, was denn nun: Bist du mehr Rock’n’Roller oder mehr Volksmusiker?
Absolut mehr Rock’n’Roller.

Du wirst trotzdem zum Genre der Volksmusik gezählt. Was unterscheidet Andreas Gabalier von, sagen wir, Hansi Hinterseer?
„I sing a Liad für di“ ist noch das am meisten schlagerhafte meiner Lieder, ansonsten ist meine Musik doch sehr kernig. Wir spielen auf der Bühne alles live, da gibt es keine Zuspieler vom Band so wie bei vielen anderen in der Volksmusik. Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe von sieben Mann, zwei davon verstehen kein Wort Deutsch, und doch harmoniert es.

Viele Deutsche verstehen auch bei dir kaum ein Wort, die kennen den österreichischen Dialekt höchstens aus dem Skiurlaub.
Klar, aber die wissen natürlich trotzdem, um was es geht in den Liedern. Musik besteht aus Emotionen. Bei einem Eros Ramazzotti weiß ja auch kein Mensch, was er da singt.

 Man sagt, du bist der Retter der Volksmusik.
Das weiß ich nicht.

 Weil du das Genre für ein jüngeres Publikum öffnest.
Schon, es kommen sehr viele junge Leute. Oder Großeltern mit ihren Enkeln. Es gibt da keine Grenzen. Aber in den letzten Monaten habe ich das Gefühl, dass dieses Etikett „Volksmusik“ nicht mehr so fest an mir pappt. Ich werde gar nicht mehr so stark mit dem Stil in Verbindung gebracht. Es sieht so aus, als hätte ich eine neue Schublade aufgemacht. Auch wenn ich auf den ersten Blick, mit der Lederhose und allem, tatsächlich wie ein Volksmusiker aussehe.

Deine Live-DVD hast du in der ausverkauften Wiener Stadthalle aufgenommen, vor 13 000 Leuten. Ich gestehe, mit betulicher Volksmusik hat das Konzert wirklich nichts zu tun.
Sag‘ ich doch (lacht), Meine Vorgabe für die Liveshow waren: AC/ DC. Wir haben den Steg in der Mitte der Bühne, ich renne viel, laufe raus zu den Leuten. Ich mache natürlich eine Show, aber sie ist immer echt und authentisch. Was du auf der Bühne siehst, das bin ich.

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