Ein Rock`n`Roller rettet die Volksmusik?


Ich freue mich eigentlich über jedes neue Interview mit Andreas – ABER – bestimmte Fragen kann ich nimmer lesen, wenn sie jedesmal gleich lauten und schon unzählige Male beantwortet wurden!
Eine dieser ausgeleierten und dummen Fragen an Herrn Gabalier lauten: Bist Du Volksmusiker oder ein Rock`n`Roller?

Abgesehen dass Andreas diese Frage schon gut dutzendemale beantwortet hat, braucht man sich eigentlich  nur Andreas Song VolksRock`n`Roller anhören – danach erübrigt sich diese oder ähnliche Fragestellungen. Ich verstehe auch wirklich nicht den Sinn dieser versuchten Schubladisierung – außer man will die verschiedenen Genres der Musik nach einer Wertigkeit a la „cool, gut bis peinlich“ beurteilen. Es ist kein Geheimnis, dass Volksmusik und Musikantenstadl-Freunde bei vielen Journalisten keinen hohen Stellenwert genießen 🙂

gabalier4_klVRRoll beim Musikantenstadl – das klappt perfekt!

Unsere beste Spürnase hat wieder ein „aktuelles“ Interview im Netz gefunden – das aktuell ziere ich deshalb mit Anführungszeichen, da einige Fragen/Antworten aus älteren bzw. anderen Medien 1:1 einfach abgeschrieben wurden!

Der Titel dieses Interviews lautet einmal mehr: DER RETTER DER VOLKSMUSIK!

Andreas, was denn nun: Bist du mehr Rock’n’Roller oder mehr Volksmusiker?
Absolut mehr Rock’n’Roller.

Du wirst trotzdem zum Genre der Volksmusik gezählt. Was unterscheidet Andreas Gabalier von, sagen wir, Hansi Hinterseer?
„I sing a Liad für di“ ist noch das am meisten schlagerhafte meiner Lieder, ansonsten ist meine Musik doch sehr kernig. Wir spielen auf der Bühne alles live, da gibt es keine Zuspieler vom Band so wie bei vielen anderen in der Volksmusik. Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe von sieben Mann, zwei davon verstehen kein Wort Deutsch, und doch harmoniert es.

Viele Deutsche verstehen auch bei dir kaum ein Wort, die kennen den österreichischen Dialekt höchstens aus dem Skiurlaub.
Klar, aber die wissen natürlich trotzdem, um was es geht in den Liedern. Musik besteht aus Emotionen. Bei einem Eros Ramazzotti weiß ja auch kein Mensch, was er da singt.

 Man sagt, du bist der Retter der Volksmusik.
Das weiß ich nicht.

 Weil du das Genre für ein jüngeres Publikum öffnest.
Schon, es kommen sehr viele junge Leute. Oder Großeltern mit ihren Enkeln. Es gibt da keine Grenzen. Aber in den letzten Monaten habe ich das Gefühl, dass dieses Etikett „Volksmusik“ nicht mehr so fest an mir pappt. Ich werde gar nicht mehr so stark mit dem Stil in Verbindung gebracht. Es sieht so aus, als hätte ich eine neue Schublade aufgemacht. Auch wenn ich auf den ersten Blick, mit der Lederhose und allem, tatsächlich wie ein Volksmusiker aussehe.

Deine Live-DVD hast du in der ausverkauften Wiener Stadthalle aufgenommen, vor 13 000 Leuten. Ich gestehe, mit betulicher Volksmusik hat das Konzert wirklich nichts zu tun.
Sag‘ ich doch (lacht), Meine Vorgabe für die Liveshow waren: AC/ DC. Wir haben den Steg in der Mitte der Bühne, ich renne viel, laufe raus zu den Leuten. Ich mache natürlich eine Show, aber sie ist immer echt und authentisch. Was du auf der Bühne siehst, das bin ich.

Wer hat dich sonst noch geprägt?
Ich bin ein großer Fan internationaler Musik. Ich mag die alle, ob Bryan Adams, Bon Jovi, Rolling Stones, Tina Turner, Guns’n’Roses. Dieses Jahr (2012 ist wohl gemeint) habe ich mir zum Beispiel Metallica und Die Ärzte angeguckt. Man kann sich überall was abschauen.

Hätte aus dir genauso gut ein Rock- oder Punkmusiker werden können?
Das hat sich so ergeben mit mir. Am Anfang ging mein Stil eher in Richtung Austropop, also Hubert von Goisern und Rainhard Fendrich. Doch dann kamen eben Anfragen von Sendungen wie dem „Musikantenstadl“. Also bin ich dort hin. Ich war immer schon sehr offen. Bei mir muss zum Beispiel gar nicht alles tanzbar und rhythmisch sein, damit alle auf dem Tisch stehen. Diese aufgesetzte gute Laune, die stört mich am Schlager sowieso. Begonnen habe ich eigentlich eher mir ruhigen Liedern. (So ganz kann ich mir nicht vorstellen, dass Andreas Anwort wirklich so gelautet hat, denn dies würde ja bedeutet, dass Songs wie MIT DIR, STEIRERLAND, AUF DER ALM,….die sehr volkstümlich geprägt sind, wegen einer Anfrage vom „Musikantenstadl“ entstanden sind. Andreas hatte mit seinen ersten Songs bereits neue Tore in der Volksmusikszene geöffnet. Volksmusik ist nicht so starr wie sie gerne dargestellt wird – auch kein Musikantenstadl, der schon seit gut 10 Jahren eine Renaissance bei und mit der Jugend erlebt! )

59588_257170414408429_1006142504_nApropos: Wie fing das überhaupt an? Du hast doch ursprünglich Jura studiert.
Das war alles total der Zufall. Ich schrieb vor knapp vier Jahren ein Gedicht für eine Freundin, inzwischen Ex-Freundin, das habe ich dann mit ein paar Kumpels vertont. Wir waren Hobbymusiker, das passierte alles nur so zum Spaß. Plötzlich fing die Nummer richtig Feuer, lief im Radio, beim ORF, die Leute wurden wahnsinnig. Es ging anschließend sehr schnell: Manager, Plattenfirmer, Konzertveranstalter – ich hatte nach kurzer Zeit ein Superumfeld zusammen. Mit der zweiten CD und „I sing a Liad für di“ ist es dann richtig geplatzt. Vor anderthalb Jahren habe ich das Studium abgebrochen, ich hatte einfach keine Zeit mehr, die Euphorie rund um meine Musik war zu groß.

Angeblich wohnst du noch in deiner Studentenbude.
Ganz richtig. 60 Quadratmeter, große Wohnküche, Küche, Bad. Bei mir gibt es immer nur Jause. Schinken-Käse-Toast (lacht). Warm essen gehe ich meistens auswärts.

Kommst du mit dem Rummel klar?
Ich denke schon. Ich bin ein erdiger Typ. Niemand, der ausflippt. Bei uns in der Familie hatten wir auch schlimme Zeiten. Mein Vater und meine kleine Schwester nahmen sich innerhalb weniger Jahre das Leben. Mein Erfolg gab unserer Familie einen schönen Aufschwung nach den Tragödien. Schon deshalb käme so ein abgehobenes Auftreten für mich nicht in Frage. Ich weiß, wo ich herkomme und was wichtig ist im Leben.

Du singst viel über deine Heimat. Kann man sagen, dass du für ein neues Heimatgefühl verantwortlich bist?
Bei jungen Leuten schon. Trachten erleben ja gerade einen Riesenboom. Die Leute kaufen Lederhosen wie wild, auch total viele Jugendliche. Vor drei Jahren wäre bei uns niemand in Lederhose oder Dirndl rumgelaufen, das war einfach uncool. Jetzt laufen sogar tätowierte Harley-Fahrer und gepiercte Mädels damit rum.

Und das liegt nur daran, dass du bei Auftritten immer eine Lederhose trägst?
Ein bisschen, ja. Ich glaube, es liegt an mir und an der Finanzkrise. Die Krise ist dafür verantwortlich, dass sich die Leute wieder stärker auf Daheim besinnen. Das kriegt man schon mit in Österreich. Es wird auch wieder mehr Urlaub zuhause gemacht.

Du kommst aus der Steiermark. Was bedeutet dir Heimat?
Ich bin ein Steirer, der seit langem in Graz lebt. Ich habe beides in mir: Das bodenständige, traditionelle, ländliche, aber eben auch die Großstadt. Ich bin auch sehr gerne in Wien oder Berlin. Trotzdem liebe ich die Berge, den Wein, die Seen, das Gemütliche bei uns.

Fährst du Ski?
Leidenschaftlich. Die Ski sind den ganzen Winter im Kofferraum. Sobald ich ein paar Stunden irgendwo Zeit habe, gehe ich Skifahren. Sport ist sowieso ganz wichtig für mich. In meinem Job muss man fit sein, du brauchst Körperspannung.

Wo kriegst du die sonst noch?
Nach dem Aufstehen mache ich jeden Morgen Liegestützte. Drei Sätze, erst 50., dann 45, dann 40. Danach gehe ich duschen und bin bereit für den Tag.

Was soll das mit der Haartolle?
Mein Auftreten ist mit den Jahren immer fescher geworden (schmunzelt). Das mit der Tolle meinten zwei Mädels in der Maske bei einer TV-Show vor einigen Jahren. Sie fanden, dass zum Hüftschwung von „I sing a Liad für di“ eine andere Frisur gehört. Und so kam das. Später kamen dann die rot-weiß-karierte Sonnenbrille und das Schneuztüchlein dazu. Das Tuch ist ein Andenken an meinen Großvater, der hatte immer so ein kariertes Tüchlein dabei und hat uns Enkel damit geschneuzt. Das ist jetzt der Fanartikel schlechthin. Fast 300.000 Schneuztücher haben mir mittlerweile bei Konzerten und über die Homepage verkauft. Es ist der Wahnsinn.

Benutzt du eine bestimmte Pomade?
„Pepper Dan“. Die bestelle ich immer online, die kommt direkt aus Nashville. Ich bin auf die Marke aufmerksam geworden im Film „O Brother, where art thou?“ mit George Clooney.

Wer ist dein Frisurenvorbild?
Elvis Presley und Johnny Cash. Ich bin ein großer Fan der Countrymusik. Ende Januar fliegen wir nach Nashville und nehmen dort einige neue Lieder auf Englisch auf, das wird super. Mal eine ganz neue Klangfarbe.

Und im Duett mit Helene Fischer hast du ebenfalls Johnny Cash verkörpert.
Genau. In ihrer TV-Show am ersten Weihnachtstag. Ich war Johnny Cash, sie war June Carter, wir haben ein  Medley aus fünf Songs der beiden gesungen.

Die Boulevardpresse würde euch beide gern verkuppeln.

Die Boulevardpresse will mich gerne mit jeder verkuppeln. Auch mit Helene, ja. Man liest da immer Geschichten wie „Das heimliche Liebesglück“, „Die große Liebe“, ach ja.

Du singst schon viel über Frauen. Wie sieht es denn aus?
Naja, bei welchem Künstler drehen sich die Lieder nicht um die Frauen? Manche Lieder haben einen Bezug oder sind nette Erinnerungen, manche denke ich mir einfach aus.

Rennen dir die Mädels die Bude ein?
Hahahahaha.

War das jetzt ein „ja“?
Sagen wir, es ist schwer, eine Beziehung zu führen. Momentan eigentlich nicht machbar. Im Kopf bin ich auch nicht bereit. Wenn du fünf oder sechs Tage pro Woche auswärts bist, dann passt es nicht.

Höchstens mit fünf oder sechs verschiedenen Mädels.
Das hast du gesagt.

Quelle…..

Advertisements
Kategorien: Pressemeldungen | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: