Klaus Bartelmuss: In seinem Stall brüllt der Gabalier


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Eine schon längst fällige Reportage über den Mann, der hinter den Kulissen die Fäden unseres VolksRock`n`Rollers zieht:

Kalt muss das Bier sein, das Klaus Bartelmuss drüben in Virginia aus der Flasche trinkt, und frisch der Fisch im Pappkarton. Schlägt jedes Sternemenü. Kennt man als Chef von IBS, Weltmarktführer mit Komponenten für die Papierindustrie, als Mentor von „Jahrhundertschlager“-Interpret Nik P. („Ein Stern“). Bald ist er wieder drüben, in Nashville, Tennessee. Plattenaufnahme mit dem Gabalier nämlich. Genau, Andreas Gabalier, der mischt jetzt den US-Markt auf.

Was das mit Klaus Bartelmuss zu tun hat? Alles. Er ist mit IBS weltweit präsent, sein Herz aber schlägt für Teufenbach, 730-Seelen-Ort im Bezirk Murau. Dort ist er her, dort gehört er hin. Uups, falscher Song. In Teufenbach jedenfalls übernimmt er als 20-Jähriger mit dem älteren Bruder ho ruck den Betrieb vom unerwartet verstorbenen Vater. Will ihn heute, bald 53-jährig und seit Kurzem alleiniger Geschäftsführer, nicht Dritten überlassen: „Ich bin nicht zu kaufen.“ Mit Shareholdern mögen andere ihr Dasein martern, Bartelmuss hat anderen Spaß: Er verleiht im ehemaligen Stall des Bauernhofes mütterlicherseits dem derzeit erfolgreichsten Label Österreichs Töne: Stall Records. Aus drei Kühen, zwei Schweinen, 20 Hühnern wurde x-fach Gold und Platin. Amadeus, Echo, Bambi.

Lässig lehnt der Mann in einem Sessel seines Büros, ringsum die Trophäensammlung. „Jetzt brüllen die Volks-Rock’n’Roller und Sternsinger in dem Stall.“ Wenn er so grinst, glaubt man ihm den großen Buben, dem Geld nie etwas bedeutet habe („Geld engt ein!“). Am liebsten rotiert er auf sieben Ebenen zugleich. Bei Nik P. hat er zehn Jahre nicht lockergelassen, bis der Durchbruch gelang. Bartelmuss: „Künstler gehen nicht über Nacht auf.“ Sterne schon. Den von Gabalier hat ihm sein Bauch geflüstert. „Wenn ich zu viel denke und nicht auf den Bauch höre, geht das in die Hose“, verrät der Manager. Mag er gar nicht, diesen überwichtigen Begriff, ist lieber väterlicher Freund, Mädchen für alles.

andreas gabalier herzwerk gold„Ich bin ein Visionär, hab Ideen!“ Welche man braucht, um den Spagat zwischen platinschwerem Plattenboss und industriellem Global Player zu schaffen? Konzentration auf Stärken, nicht im Ego versinken, rechtzeitig ein Netzwerk mit den richtigen Leuten aufbauen. Bartelmuss: „Man muss nicht alles selber wissen.“ Amadeus, Echo, Bambi. „Fehlen nur noch Grammy und Oscar.“ Da ist wieder das Bubengrinsen.

Er mag Pink Floyd, Sushi, Kochen, Fliegenfischen, Bücher. Und er will wissen, warum Menschen Macht ausüben. Vielleicht, weil sie den Genuss von Bier und Pappendeckelfisch am Strand von Virginia nicht kennen.
Quelle….

http://www.stall-records.at/

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