Journalisten – Kakerlaken – Andreas Gabalier


Erst vor ein paar Tagen habe ich erwähnt, dass ich von Umfragen nicht viel halte. Folgende brandaktuelle Studie passt aber  zu meinen Zeilen und – sie wurde vom Journalistenclub in Auftrag gegeben und widerspiegelt das Image der einheimischen Journalisten. Für Beschönigungen gibt es also keine Gründe:

Journalisten haben fast so schlechtes Image wie Politiker

Österreichs Journalisten sind wenig kompetent, noch weniger objektiv, verdienen dafür aber überdurchschnittlich gut – so lautet zumindest die Einschätzung der heimischen Bevölkerung über die Vierte Gewalt. „Das Image der Journalisten ist bei der durchschnittlichen Bevölkerung auffallend schwach“, fasst OGM-Geschäftsführer Wolfgang Bachmayer die Ergebnisse einer aktuellen Studie zusammen. Siehe…

Eine Erklärung für dieses Bad-Image verrät die Studie nicht, aber wem wundert das Ergebnis wirklich?
Wenn eine angebliche „unabhängige“ Tageszeitung seit Wochen über die Wehrpflicht-Volksbefragung in einer „Sowjet-Prawda-Manier“  nur EINE Meinung in 72-Punk-Überschriften hinausposaunt, und nicht mal ein positives Wort über all die tausende Grundwehrdiener der vergangenen Jahrzehnte, die bei jeder Naturkatastrophe unbezahlbaren Dienst leisteten, findet, ja dann darf man sich nicht wundern, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Berufsgruppe in denselben Topf wie Politiker wirft.
Ein weiterer Grund für die böse Ernüchterung bei der „vierten Gewalt“,  liegt vielleicht auch daran, dass viele Journalisten einfach nur von einem anderen Blatt ABSCHREIBEN und wenn nicht, dann können sie selten ihren inneren Drang widerstehen und schreiben  ihre persönliche Meinung. Und diese deckt sich, ähnlich wie bei Politikern, kaum mit der Mehrheitsbevölkerung.
Zum Beispiel Herr Tartarottl vom KURIER! Obwohl das TV-Zuschauerecho Andreas Gabalier als Ski-Co-Kommentator beim letzten Damenslalom vollkommen recht gibt (über 1 Million TV-Zuseher!), vergleicht der Kurier-Journalist Andreas Auftritt mit einem Kakerlaken-Eintopf im RTL-Dschungelcamp:

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Schon vorab war der ORF ganz aufgeregt: Man habe Andreas Gabalier als Co-Präsentator für die Skirennen in Flachau verpflichtet, der WM-Song-Sänger werde „mitanalysieren“. Und so bewies der neue ORF-Ski-Fachkommentator bereits in seiner ersten Analyse Expertenschaft: „Jetzt kommt die zweite Halbzeit, der zweite Durchlauf.“

Und schon sind wir elegant ins RTL-Dschungelcamp gewechselt, wo der Kandidat Joey ständig die Begriffe „Eintopf“ und „Einlauf“ verwechselte. Ich glaube ja, genau dafür wurde das Dschungelcamp erfunden: Damit einer „Einlauf“ sagt und alle, alle Zuschauer dürfen sich freuen, weil sie gescheiter sind.

Aber immerhin singt im Dschungelcamp niemand den offiziellen WM-Song: „Du stehst da oben/wie ein Kraftsymbol/für ewige Zeiten/Nationsidol“. Dann doch lieber einen Kakarlaken-Eintopf oder -lauf.

Und für so einen Schwachsinn verdient der Autor überdurchschnittlich gut?

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