Tagesarchiv: 20. Januar 2013

Wenn Worte zu einem Konzert werden – Huberta Gabalier in Wien

Man sagt Kunst verbindet! Teilweise trifft dies zu, teilweise aber auch nicht – mir fallen unzählige Beispiele ein, wo man Kunst konsumiert ohne eine Verbindung gewonnen zu haben.
Eine besondere Kunst ist es, wenn Menschen, die sich großteils zuvor noch nie gesehen haben, zu einer Familie werden und gemeinsam an einem Nachmittag Wohlwollen leben und genießen.
Zu diesem Urteil gelangen viele Besucher bei Huberta Gabaliers 1. Buchpräsentation in der Bundeshauptstadt Wien. (Danke für die vielen Zuschriften, die wir in den letzten Stunden erhielten 🙂

P1010712

Ca. 70 Gäste, darunter natürlich zahlreiche VRRoller-Fans aus Wien, folgten der Einladung zur Lesung am vergangenen Samstag im traditionellen Wiener Ringstraßencafe Prückel.
Über die Gedichte von Huberta habe ich mich schon im Rahmen ihrer Buchpräsentation in Graz ausführlich dazu geäußert:

Wie sie Kraft und Lebenslust in den dunkelsten Stunden draußen im Wald oder entlang eines Flusses tankte. Ihr Entdecken vom Leben der Bäume, der Steine, der Pflanzen,… zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Zeilen. Ihre Betrachtungen eines Baumstammes oder eines einzelnen Blattes werden zur Meditation für das Herz. “Und reich ist der, der mit ihr dies sehen kann.”

 Zur Freude der Besucher erzählte sie auch in Wien zwischen ihren Gedichten immer wieder Anekdoten aus ihrem Leben – von ihrer Kindheit in der obersteirischen Gemeinde Neumarkt, wo die Familie das Zentrum ihres Lebens bildete, bis hin zur jüngsten Vergangenheit mit ihren drei Söhnen. „Als Mutter soll man seinen Kindern bestimmte Werte weitergeben, ob sie diese annehmen und weiter geben, entscheiden die Kinder alleine.“  Ein weiterer Schwerpunkt ihres Vortrages bildete ihr Glauben, der ihr in ihren schwersten Stunden ihres Lebens soviel Trost und Kraft schenkte – „der Herrgott lenkt uns alle…. – ich bin überzeugt, dass etwas danach kommt!“

6378_10200395915121719_1999921784_nZur Überraschung aller Anwesenden erntete an diesem Nachmittag den lautesten Applaus Hubertas Patenkind Hyazintha Andrej, die mit ihrem Cello den musikalischen Ausgleich zu den Gedichten gestaltete. Unglaublich, wie die mehrfach ausgezeichnete österreichische Preisträgerin gleichzeitig auf ihren Cello streicht, schlägt, zupft und dazu singt.
In ihrem letzten Lied zauberte sie schamanistische, in Trance versetzende Klänge, die diesen tobenden Applaus auslösten.

Nach der Lesung folgte das obligatorische Signieren ihres Gedichtbandes. Dabei nahm sich Huberta für jeden Besucher ausreichend Zeit für ein persönliches Gespräch. Währenddessen lernten sich einige VolksRock`n`Roller Fans aus der Facebook-Community erstmals persönlich kennen. Hierbei spürte man die oben beschrieben FAMILIE, die diese Fans zusammenschweißt!
Unter den Gästen mischte sich auch Andreas Cousin Klaus, der ebenfalls für jeden ein Ohr offen hatte. Klaus erzählte wie er Andreas die ersten Fingergriffe auf seiner „Klampfn“ (Harmonika) beibrachte, und sie später, als Andreas seine eigene erste Ziehharmonika hatte, oft gemeinsam in der Runde aufspielten – ohne Noten, einfach aus dem Bauchgefühl und nach Gehör. „Bereits bei Andreas 1. Single „So liab hob i di“, wusste ich, der schafft es!“ – „Ich habe Metallica, Coldplay oder Muse live gesehen, aber die Stimmung bei Andreas in der Wiener Stadthalle war einzigartig.“

Der Ausklang von Hubertas Besuch in Wien fand im Kreis einer kleinen Runde in den 400 Jahre alten Gewölben, aus der Zeit der Türkenbelagerung Wiens, im Esterhazykeller statt – wo einst schon Joseph Haydn geigte. Nach ein paar Stunden mit einigen Achterl Wein machte allerdings allen „Bergbauern“ die steilen Stiegen aus dem tiefen Keller zum Ausgang zu schaffen 🙂

bild1

Alle Anwesenden waren sich einig – Hubertas Vortrag in der Bundeshauptstadt verdient sich eine Wiederholung!!!

312401_10200395914121694_1926217462_n537357_10200395914921714_381790209_n

Weiterlesen

Advertisements
Kategorien: Hoamatgfühl | Schlagwörter: , , , , , , | 2 Kommentare

Bloggen auf WordPress.com.