Nachlese: Hubsis 1. Buchpräsentation in Wien!


Die Erlebnisberichte von Fans und Freunden sind immer noch die besten. Eine bekannte VolksRock`n`Rollerin aus Wien erzählt:

19. 01. 2013  Erste Buchpräsentation von Huberta Gabalier in Wien

Das war ein Tag! lange herbei gesehnt, trotzdem aufregend, dann fügte sich eins zum andern und letztlich blieb nur reine Freude über einen gelungenen Event.

Café_PrückelUm 15.00 Uhr war die Lesung von Huberta Gabalier im Cafe Prückel angesetzt. Doch die erste Herausforderung war schon die Anreise, erstmals mit dem Auto nach Wien, an ihrer Seite ihr Patenkind Hyazintha Andrej, die sie bei der Lesung mit ihrem Cello unterstützen wird. Andreas‘ Mama war überpünktlich! Bei uns angelangt, konnten die beiden sich noch ein bisschen frisch machen, dann umpacken der Bücher, des Cellos … in das Auto steirischer Fans, die uns bis zum Lesungsort chauffierten. Auf dem Weg zum Ring, irgendwo nach dem Schwarzenbergplatz der begeisterte Ausruf, „der Berg Bauer ist direkt vor uns!“ Er als Veranstalter musste den Weg kennen, jetzt kann gar nichts mehr schief gehen, einfach nachfahren – hätten wir uns verabredet, hätte es sicher nicht so perfekt geklappt – dann ein Parkplatz knapp vor dem Eingang direkt am Ring. Bis jetzt lief alles gut!

Hubsi – wie Andreas’ Mama in Fankreisen liebevoll genannt wird – machte sich mit der räumlichen Situation vertraut, das Mikrofon wurde ausprobiert, die Lichtverhältnisse geprüft, Hyazintha wollte sich noch ein bisschen einspielen … plötzlich schlich da ein älterer Mann herum, er sei Fotograf – zwei Sessel waren für die Presse reserviert, wir wussten nicht für wen – „Hans Sauerstein“ stellte er sich vor. „Welche Zeitung?“ „für mehrere, Österreich, Heute, … wer sie kaufen mag!“ Das sollte passen, ich wusste, dass ich schon Fotos von einem Konzert mit Andreas von ihm gesehen hatte. Er wollte schon vorher Fotos machen, auch oben im Cafe, also schnell hinauf, einen Kaffee trinken und fotografieren lassen … er machte viele Fotos, auch zu Beginn der Lesung … das wird spannend, noch sind sie nicht online. Ein zweiter jüngerer Fotograf tauchte auch noch auf …

Dann ist es so weit! Hyazintha eröffnet mit ihrem Cello, es wird ganz leise im Saal. Ein paar Begrüßungsworte, dass wir uns freuen heute Hubsi erstmals in Wien zu einer Lesung begrüßen zu dürfen, ein kurzes Ansprechen ihres Schicksals, das sie zum Schreiben gebracht hat … dann übernimmt sie selbst das Wort und führt uns allein durch diese Nachmittagsstunde. Sie braucht keine Moderation. Zuerst dankt sie für die Einladung, bringt zum Ausdruck, dass es für sie unglaublich ist, heute in einer Millionenstadt, in der Hauptstadt, aus ihrem Buch Gedichte vorzutragen. Wenn ihr das vor 2 Jahren jemand gesagt hätte, hätte sie es niemals geglaubt … ein kleines Schmunzeln huscht über unser Gesicht, es ist, als ob wir Andreas aus ihr sprechen hörten, auch er hat solche Worte der staunenden Dankbarkeit immer wieder gebraucht.

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Dann lassen wir uns von Hubsi in ihre Gedankenwelt entführen, lauschen ihren Gedichten über den Baum im Herbst, der Reinheit und Kraft des Wassers, den Gesichten die sich in einem Stein verbergen können, dem Schmetterling als Zeichen der Verwandlung, die mit uns passiert. Sie teilt ihre Meditationen über  „Unendliche Dankbarkeit“, „Geöffnete Hände“, „Geliebter Mensch“ und „Glück des Augenblicks“ mit uns, ….. und schließt mit den Worten „Geheilt sind die Wunden durch die allumfassende Liebe“.

Dazwischen lässt sie uns teilhaben an kleinen Geschichten aus ihrem Leben, aus der Kindheit am Bauerhof in der Obersteiermark, dem wohl behüteten glücklichen Aufwachsen im Kreise der Familie und einer großen Verwandtschaft im Ort, die fest zusammenhielt. Sie erzählt von Erlebnissen mit Gästen, die ihren Urlaub auf dem elterlichen Hof verbrachten. Einige sind gekommen, um ihr heute zuzuhören, die sie sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Ihre Stimme ist kräftig, ihre Ausdrucksweise einfach und gut verständlich, ihre Sprache angenehm.

Sie spricht vom Glauben der ihr immer Halt und Kraft gab, den Ritualen des religiösen Lebens, der kirchlichen Feste im Jahreskreis, die sie von zu Hause mitnahm, die ihr lieb und vertraut waren und die sie auch in Graz in ganz anderem Umfeld ihren Kindern weiterzugeben suchte.

Auch über die schmerzlichen Erfahrungen ihres Lebens findet sie berührende Worte, drückt ihre Dankbarkeit aus für jede Hilfe, die der Familie zuteil wurde nach dem schweren Schicksalsschlag, als sie ihren Gatten verlor und mit vier unversorgten Kindern dastand. Finanzielle Hilfe war bitter nötig, aber auch jedes Wort der ehrlichen Anteilnahme tat seine Wirkung. In Stunden wo sie ganz am Boden war, gab sie nicht auf, tröstete sich mit dem Gedanken, „jetzt kann es nur mehr aufwärts gehen.“ Dass ihre Söhne jetzt so erfolgreich sind, erlebt sie als Ausgleich für all den Schmerz, den sie erfahren haben und so nimmt sie auch diese Entwicklung dankbar an.

Hubsi findet sehr persönliche Worte, sie lässt uns tief in ihre Seele blicken. Nun, wo auch sie den größten Schmerz überwunden hat und wieder erstarkt ist, möchte sie anderen Menschen helfen, die vom Schicksal heimgesucht werden.

Schließlich teilt sie mit uns noch ihre kleine oder eigentlich unglaublich gewaltige Vision: Sie möchte eine „Plattform der Liebe“ gründen, die mit ‚Gut sein’ wirkt auf die Menschen, ansteckt, mitnimmt, abbringt von Neid und Gier, dem Bösen wehrt, denn nur die Liebe heilt die Wunden der Menschen.

Die Zuhörer sind auf ihrer Seite, lauschen still, fühlen sich mit ihr verbunden wie in einer großen Familie. Zwischendurch zaubert Hyazintha unglaubliche Klänge aus ihrem Cello, kraftvoll, leise, moderne Weisen, … sie ist erst 17, aber eine Meisterin ihres Instrumentes. Der Applaus zeigt, dass auch ihre Musik richtig gut ankommt im Saal.

265105_3681192207182_1642300248_nEs tat so gut zuzuhören, es hätte durchaus noch viel länger dauern können … aber die gute Stimmung, die sich ausgebreitet hatte, blieb auch darnach bestehen. Es blieb noch Zeit für viele persönliche Begegnungen und Gespräche, zum Bücher kaufen und signieren lassen, zu ein paar Worten mit der Dichterin, ein ruhiger Ausklang ohne jede Hektik. Als die meisten nach und nach den Heimweg antraten, machte sich der engere Kreis, Verwandte, Freunde, mit Hubsi und Hyazintha auf den Weg, um in einem urigen traditionsreichen Kellerlokal im 1. Bezirk den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Beim Auseinandergehen war es klar, das darf keine einmalige Aktion bleiben. Wir werden Huberta Gabalier wieder nach Wien einladen. Sie hat uns allen und der Welt noch viel zu sagen! Mit Spannung erwarten wir ihr erstes Prosawerk an dem sie seit langem arbeitet und das einen Bogen spannen wird vom Abgrund des tiefsten Schmerzes, über den hoffnungsvollen Aufbruch zu einem neuen, erfüllten liebevollen Leben.

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Ein Gedanke zu „Nachlese: Hubsis 1. Buchpräsentation in Wien!

  1. astrid

    War wirklich ein sehr gelungener Nachmittag, hoffe Hubsi kommt bald wieder mal nach Wien LG Astrid

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