Konzertbericht aus Wiesen inkl. Fotos + Videos!!!


Folgenden Bericht, Fotos und Video über Andreas gestrigen Live-Auftritt im burgenländischen Wiesen verdanken wir VolksRocknRollern aus Wien:

24.05.2013 Andreas Gabalier beim Open Air in der Ottakringer Arena Wiesen

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Stau auf der Autobahn nach einem Unfall, relativ wenig Verkehr Richtung Wiesen und dann doch schon ganz schön viele Autos auf dem abschüssigen Wiesenparkplatz oberhalb der Arena, so gestaltete sich die Anfahrt. Alle Bekannten konnten wir bereits vor dem Einlass begrüßen, gute Stimmung allseits und dann die erste Überraschung, als sich das Tor öffnete.

Leibesvisitation und Taschenkontrolle beim Eingang, das hab ich noch bei keinem Konzert von Andreas erlebt, das war auch sicher nicht wegen ihm, das dürfte dort Usus sein, ist ja sonst eher ein Rockergelände – da war Andreas eher die Ausnahme – und schein bar ist das bei Rockfans notwendig?!? Getränke wurden abgenommen, ich glaub auch Schirme. Meine Mineralwasserflasche hab ich denen freiwillig gegeben, sonst wurde ich dann als Einzige nicht näher kontrolliert.

Wir suchten uns einen Platz am vorderen Rand des Bühnensteges auf der von den Verkaufsständen abgewandten Seite, das war gut, der Andrang war lange Zeit auf unserer Seite nicht so groß. Erste und zweite Reihe, das war schon eine Superposition, war wirklich perfekt!

In der Zeit des Wartens entdeckten wir plötzlich auf den beiden Videowalls links und rechts von der Bühne, dass zwischen einigen Werbeeinschaltungen immer wieder ein Bild von Andreas und Willi eingeblendet wurde und daneben der Aufruf:

„Eine Bitte an meine Fans! Mein Bruder Willi ist heute bei Dancing Stars im Finale – bitte votet für ihn!

Punkt 19.00 Uhr startete Alina Lena mit 4 Liedern, die eigentlich sehr angenehm anzuhören waren. Ihr folgte Piero Esteriore mit 6 Songs, sehr powervoll, aber eben Italienisch und wenn man nicht versteht, dann kann man sich schwer so richtig begeistern, aber er versuchte schon sehr viel Stimmung zu machen, die auch glatt explodierte, wenn er nur Den Namen Andreas Gabalier erwähnte, sonst eher nicht so sehr.

Wir hatten vor der Halle Nik P’s Tourbus gesehen, drum dachten wir, es könnte sein, dass auch er noch als Vorband auftreten würde. Irgendwer hatte gehört, Andreas würde erst um 20.30 Uhr beginnen, dem war nicht so, vermutlich war Andreas’ Band mit dem Tourbus von Nik P. unterwegs, denn nach Piero erfolgte der Umbau und nach einer kleinen Pause, knapp vor 20.00 Uhr, erklang aus dem Hinterhalt bereits Andis Akkordeon-Spiel. Die Begeisterung und das Gekreische war gewaltig, das blieb auch so während des ganzen Konzertes und Andreas strahlte, wir hatten das Gefühl, dass er die Stimmung so richtig genießen konnte, zwischendurch immer wieder einmal auch einfach mit geschlossenen Augen innehaltend. Das war so schön!

970513_4239774971402_249851327_nAndreas begann wie gewohnt mit dem INTRO, spielte dann kurz „I sing a Liad für di“ an, da ließ er hauptsächlich uns singen und leitete dann über auf „VolksRock’n’Roller“ soweit war alles wie gewohnt, aber dann kam bereits das erste Lied aus der neuen CD, sehr erdig vom Text her, beginnend mit dem Leben auf der Alm und in den Bergen, ein wunderschöner Text, dann eigentlich nur der Refrain in Englisch „Man of VolksRock’n’Roll“, in eine weitere Strophe hat Andreas alle seine flotten Liedtexte hineingepackt – ein tolles Lied, freu mich schon darauf den ganzen Text zu genießen.

Anschließend folgte „Dahoam“ „That’s life“ und die „Zuckerpuppen“ … Die Zuckerpuppen und die „feschen Madeln“ san ihm wichtig sagte Andreas dann und sang auch noch dieses Lied.

Dann erzählte er kurz, dass sie aus den ersten drei Alben ein paar neue Lieder ausgewählt hatten und dieses Lied auf der 3. CD sei für die Oma gewidmet, die heute nicht da sein könne, weil ihr 2x zuviel sei, aber morgen am Schwarzlsee dabei sein würde (Anm.: Das wird wohl ein Wunsch von Andreas bleiben!?!)

Jedenfalls freuten wir uns riesig, dass Andreas „Vergiss die Heimat nie“ ins Programm genommen hat.

Es folgte dann der „12ender Hirsch“ und „Der Frühwirth“ dann „SIE“ und weil sich das angeblich Viele gewünscht hatten „Bis du einschlafen kannst“

Leider wurde es bei „Amoi segn ma uns wieder“ nicht ganz so still, wie Andreas sich das gewünscht hatte, speziell drüben an den Bars war es ziemlich laut und durch das Zeltdach wurde der Schall irgendwie so stark übertragen. Aber Andreas ging nicht näher darauf an und startete dennoch in seiner berührenden Art, sich selbst mit der Gitarre begleitend. Zuvor hat er gesagt, dass dieses Lied ihn wohl sein ganzes Leben lang begleiten und immer ein Teil von ihm bleiben würde.

Nach diesem Lied präsentierte Andreas wieder ein Lied aus dem 4. Album, ein ganz besonderes, einfach nur wunderschönes Liebeslied „für mich bist du schön“ – darin Textpassagen wie „du müssast di mit meinen Augen sehn“ oder so ähnlich wie „wann der Herrgott des wü, mach dei Herzerl auf für mi“ – unbeschreiblich schön ist der Text dieses Liedes und die Melodie einfach ein Traum!

Natürlich müsse es auf der neuen CD auch wieder ein Lied geben, dass sich mit unserer traditionellen Kleidung beschäftigt, meinte Andreas dann und sang „Traditional Clothing“ – wobei diese zwei Worte glaub ich ziemlich die einzigen in Englisch waren, der Rest im supertollen Dialekt, eine kleine Zeile ist mir in Erinnerung geblieben „es is a Stückerl dahoam“

Nach diesen neuen 4 Liedern kann man nur ehrlichen Herzens sagen, das 4. Album wird ein Traum und die Sehnsucht danach wird stündlich größer.

Mit „sweet little Rehlein“, „Obersteirer“ und „I sing a Liad für di“ endete das offizielle Programm. Nach „I sing a Liad für di“ kniete Andreas lange Zeit mit geschlossenen Augen und strahlendem Gesicht auf der Bühne. Ich hoffe, dass diese Augenblicke von einigen schön in die Kamera gebannt wurden. Unbeschreiblich dankbar und glücklich wirkte er in diesem Moment.

Als die Zugabe-Rufe immer lauter wurden, sagte Andreas, dass er alles gegeben hat und nun nicht mehr kann, aber es gab dann doch noch als Zugabe „Bergbauernbuam“ und „so liab hob i di“ – dann sein Dank an die Band, besonders herzlich erwähnte er auch die neuen Bandmitglieder Marlene Mairinger und Lisi Leitner, er sagte, sie würden 2013 seine Band verstärken und hoffentlich darüber hinaus. Marlene und Thomas Eder standen nebeneinander und ich hatte den Eindruck, dass Thomas sehr stolz auf seine Gefährtin war, er nahm sie sehr liebevoll in seinen Arm.

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Bevor Andreas als Letzter die Bühne verließ, hat er noch alles verschenkt, was er bei sich trug, sämtliche Tücherl vom Mikrofonständer, seine ums Handgelenk gebundenen, das Kaiberl vom Mikrofonständer, die Brillen, … teilweise mit geschlossenen Augen warf er alles ins Publikum, dann fuhr er quasi zum Zeichen, dass er gar nichts mehr hat, noch mit der Hand durch seinen Hosenlatz, nichts mehr, kein einziges Tücherl war mehr da. Das war auch noch so ein Zeichen als wollte er quasi nochmals sagen: „ich hab alles für euch gegeben!“ – Ich muss sagen, es war ein ganz besonderes Konzert!

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Er meinte dann, wir sollten ihm ein paar Minuten Zeit geben, dann würde er noch kommen und Autogramme schreiben. Das tat er auch, zuerst auf der Bühne sitzend, dann den Bühnengraben entlang gehend und schließlich als die Bühnenarbeiter uns mit einem Absperrband immer weiter zurückdrängten, beim Fanstand. So zirka eine Stunde hat er noch Autogramme geschrieben und sich dann winkend verabschiedet. Wir haben es nicht mehr zu ihm geschafft, weil das Gedränge einfach zu groß war. Es war auch schön ihn von einiger Entfernung zu beobachten. Ich glaub seine Erschöpfung war groß, aber er ließ es sich nicht anmerken und blieb bis zuletzt guter Dinge.

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Ein gelungener Auftakt für die Open Air Reihe quer durch Österreich war das auf jeden Fall und ein bisschen leichter machte uns den Abschied, dass es schon morgen ein Wiedersehn gibt am Schwarzlsee.

Allen die heute nicht dabei sein konnten, möchte ich sagen, ihr dürft euch sehr sehr freuen auf das neue Album und auf die nun startende Konzertreihe, wo immer ihr eine Möglichkeit habt dabei zu sein, lasst sie euch nicht entgehen!

„Bergbauernbuam live aus Wiesen“:

Das wunderschöne „Vergiss die Heimat nie“ :

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Kategorien: Live-Auftritte | Schlagwörter: , | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „Konzertbericht aus Wiesen inkl. Fotos + Videos!!!

  1. Renate Reiter

    Was heißt :
    “ und weil sich das angeblich Viele gewünscht hatten „Bis du einschlafen kannst“ 😉
    Beim Sommeropen 2011, habe ich den Andy das erste mal gesehen,
    und zwar mit diesem Lied und es hat sofort ZOOM gemacht 😀
    Es ist bis heute mein Lieblingslied (Y)
    Ich kannte seinen Namen nicht, und war die nächsten Tage nur auf der Suche nach ihm, seid dem bin ich sein Fan !
    Danke Andy für die schönen Stunden ! ♥ Am PC, Radio, und Live in Oberhausen und, und und……………………… 😀

  2. Martin

    Hat die neuen Lieder wer gefilmt bzw. aufgenommen?

  3. Kathrin

    Mich hat das Lied „Für mi bist du schen“ (es singts ja im Dialekt) total beeindruckt… live vor Ort ists im lauten Zelttumult fast untergangen.
    Zhaus jetzt am Handy nachhörn kommen ma die Tränen, weils ja gar soooo schön ist – die Melodie und der Text, die Klavier- und Geigenbegleitung und ganz klar die Emotion, mit ders Andreas singt.
    Vielleicht kommt heut wer in Graz dazu, es aufzunehmen, ich hab nur a Minutenvideo von schlechter Qualität…

  4. Erna Ziesler

    Das Konzert am Schwarzlsee war der volle Hammer einfach nur G….Trotz Regen harten alle hart durch…Sein Anflug per Kran war sowieso das schärfste…und zu guter letzt das Feuerwerk der Superlative sowas hab ich no nie gesehen..der Hammer….nächste Jahr wieder….ein besonderes anliegen wäre das für die Gehbehinderten überhaupt nicht gedacht wird und es weder Sitzplätze noch zugang zum Behindertenbereich gibt so auch beim Hallenkonzert in Graz 2012 da sollt man noch daran arbeiten…

  5. Edith

    Einer der schönsten Berichte, die ich je gelesen hab!

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