Ein spannendes Gespräch mit Andreas Gabalier


Da hat sich unsere gute Seele in Wien wieder einen VRRoll-Orden verdient!
Ihr verdanken wir, dass uns Andreas Interview mit dem deutschen Radiosender Bayern3, welches einen Tag vor dem Verkaufsstart seines neuen Albums ausgestrahlt wurde, in schriftlicher Form zum Nachlesen vor uns liegt:
(Wir lesen heute all diese mühevoll gesammelten Interviews – und irgendwann Andreas als Großvater auf einem Bankerl hoch oben auf seiner Alm 🙂
Ein DANKE nach Wien!

UntitledSpannende Gespräche mit außergewöhnlichen Personen – Mit Brigitte Theile

Ein bisschen Country, ein bisschen Rock´n´Roll, Pop und Volksmusik – knackig produziert: Vor kreischenden Fans singt er von Heimat, von hübschen Mädchen und der großen Liebe. Er ist ein fröhlicher lebensbejahender Naturbursche, er nennt sich nicht nur VolksRock’n’Roller, er ist ein VolksRock’n’Roller – Andreas korrigiert: „Er ist der VolksRock’n’Roller.

„Für meinen Erfolg kann ich nichts, das hat sich so ergeben. Ich wollte eigentlich nie Musik machen“, sagt er. Gitarre und Steirische Harmonika hat er sich selbst beigebracht, dazu ein Gedicht geschrieben und vertont. Das hat den Schlagersendern und Plattenfirmen so gut gefallen, dass er sofort Angebote hatte. Und ab dann ging es steil bergauf. Erst stürmte er die österreichischen, dann die deutschen Charts und rockt die Bühne mit seiner Mischung aus Gefühl, Jodel-Romantik und mitreißendem Rock`n´Roll.

Doch der „Alpen-Elvis“ ist privat eher ruhig und gelassen. Vor seinem Durchbruch musste er herbe Schläge hinnehmen: Sein Vater und seine Schwester haben im Abstand von zwei Jahren Selbstmord begangen. Die Gründe sind bis heute nicht bekannt. Das Lied „Amoi seg´ma uns wieder“ ist ihnen gewidmet.

Andreas zum BILD-Interview: Ich bin interviewt worden von einem bayrischen Madl, die hat die ganze Zeit ‚Oanser-Stier’ zu mir gsagt und i hab mir gedacht, was is denn a Oanser Stier? (Einwurf von Theile: bist du a Oanser Stier?) Nein, um Gottes Willen, i hab vor 3 Wochen noch nicht einmal gewusst, was a Oanser Stier is und jetzt lies i diese große Schlagzeile! ‚DER OANSER STIER’  Ja, dieses Mäderl war einfach a bisserl – wie soll i sagen? – die hat extra für mich a Dirndlkleid anzogen und hat sich fast die Antworten auf ihre gewünschten Fragen schon fast selbst gegeben. Also immer ist es nicht so ganz das Playboy-Image, des muass jetzt net so sein, hie und da mit an Augenzwinkern ist es ja okay.

Andreas zum 4. Album: „Home sweet Home“ das 4. Album an der Zahl, das 4. Studio-album, nach 4 Jahren, eigentlich gar nicht so wenig!

Theile: Nee, stolz?

Andreas: schon a bisserl, das war beinharte Arbeit jetzt, monatelang! I hab mir nach der 1.CD damals schon gedacht, ich kann nie mehr ein Lied schreiben, ich bin kein Künstler, kein Musiker, das ist alles so passiert! Und jetzt die 4., die klingt wieder ganz anders, es hat jede CD so seine eigene Klangfarbe.

Brigitte Theile spielt Ausschnitte aus der neuen CD, Andreas ist begeisterter Zuhörer und zeigt das auch!

Theile: “Sie hätten das sehen sollen, er hat gerade abgeviechert, oder wie heißt das? „

Andreas: „ahh, das war die große Freude! I hab selber die CD erst seit gestern in der Hand zum allerersten Mal, i hab sie seit den Tonstudiozeiten nicht mehr gehört, um mich dann wirklich aufs Endprodukt zu freuen. Das hab i auch bei den letzten 3 CDs so gemacht, damit man sich dann, wenn man sie in der Hand hält und in die Stereoanlage einlegt sich wirklich freut und sie net vor lauter mischen und mixen und mastern und 100x drüber hören, nicht mehr hören kann.

Theile: Jetzt singst du Englisch
Andreas: Ja, das waren die ersten Versuche. Ich habe mir mit der 4. CD vielleicht einen kleinen Wunschtraum erfüllt, nach Nashville zu reisen und bin da auf offene Ohren gestoßen, die Plattenfirma hat mir das alles ermöglicht und wir haben drüben 3, 4 Nummern aufgenommen! Das war a tolle Reise, die einfach sehr sehr inspiriert hat auch

Theile: das war wie a Auszeit für dich?!
Andreas: Ja doch ganze 7 Tage! Davon waren wir aber nur 4 im Tonstudio und 3 im Flieger! (lacht) Ja. als großer Rock’n’Roll-Fan hab ich mir gedacht jetzt machen wir zumindest ein paar Lieder in Nashville, um dort auch dieses Country-Leben zu inhalieren. Viele Texte waren ja im Jänner, wie wir dort waren noch nicht fertig, die sind dann erst danach fertig worden und so ist das jetzt auch auf der 4. CD. Man hat sich ja gefragt: Was macht ma? Wie geht’s weiter? Kann ma überhaupt noch schreiben, 12 Nummern, schafft ma das noch einmal? und was erwarten sich die Fans? Soll’s wieder gleich werden oder doch irgendwie ein bisserl eine Weiterentwicklung? Ich hab mich darüber getraut, es sind jetzt 2 englische Nummern drauf und 2 mit englischem Refrain. I hab a riesengroße Freude und gib die CD jetzt wirklich gern aus der Hand, weil i glaub, dass das a tolles 4. Album worden ist!

Theile: ab morgen ist das Baby ja am Laufen?
Andreas: Ja! Mann!

Theille: Ja, Mann? Du bist stolz, gell?
Andreas: I hab wirklich a Freude damit, also bei den ersten CDs hat man sich ja dort und da einmal was sagen lassen, viele Einflüsse von der Seite dort und da, das müss ma so machen, das müss ma so machen und jetzt habn’s gsagt: „Bua, du bist eh so wie du bist, mach einfach! Hoffentlich hört sich’s noch wer an! Nein, das ist echt jetzt was, wo i sag cool! Endlich fertig! War a harter Brocken Arbeit, weil’s ja gar net a richtige Tonstudiozeit gegeben hat, zur Auszeit, zum Produzieren, sondern immer unter der Woche dann viel nach Berlin, wo wir sonst auch immer produziert haben, auch da für diese CD die acht anderen Songs produziert haben, zwischen den FS-Sendungen amol im mobilen Studio eingesungen haben usw. ja, das war einfach a harter Brocken Arbeit und jetzt is ma richtig happy, große Last, die da jetzt von der Leber fallt.

Theile: Wie und wo schreibst du?
Andreas: Im Flieger, beim Berggehn, im Hotel, manchmal zu Hause, im Garten, ganz unterschiedlich. Eigentlich liest ma immer wieder irgendwo a Stichwort, irgendwas fasst ma auf, das ma mit irgendwas verbindet und dann spricht ma das aufs Handy, zu Haus letztes Mal über die Weihnachtsferien spinnt man diese Ideen dann aus, sucht sich gewisse Rhythmen heraus, und irgendwann entstehn die Lieder dann!
(lässt ein paar Takte von Home sweet Home aus dem Handy spielen, die er am 6.Nov. 2012 um 19.16 Uhr zu Hause aufgenommen hat!)
… das sind so Ideen, die man einfach aufsammelt, manchmal hört man a Lied, verbindet was damit, man schnappt sich ein Wort heraus, dass dann schon Anlass für einen ganzen Text irgendwie is …

Theile: Das ist aber schon ein langer Prozess, bis so ein Baby fertig ist, oder?
Andreas: auf jeden Fall, vor allem setzt man sich dann zu Hause hin, oft entstehen die Ideen so auf der Gitarre ohne Klick, ohne vorgegebener Time, dann sucht man sich einen Rhythmus heraus, dann merkt man, dass man zu dem gar nicht richtig singen kann, so wie man’s auf der Gitarre gespielt hat, ja und so entstehen die Lieder dann irgendwie, mit der Zeit wachsen sie heran!

Theile: Wer ist dein schärfster Kritiker?

Andreas: Ich selbst! Bevor ich’s selber das nicht für guat empfind, kann ich’s nicht aus der Hand geben! Wir haben dieses Jahr aufgrund des Zeitdrucks auch von 2, 3 verschiedenen Seiten die Songs mischen lassen, die mir dann eigentlich im Endprodukt noch nicht gefallen haben und i hab gsagt, „nein das tut mir leid, da müssn ma noch einmal drüber gehen, weil wenn i das Lied jetzt immer so hör, wie’s mir eigentlich nicht gfallt von den Lautstärkenverhältnissen, dann kann i’s net aus der Hand geben“. Dann mag i die CD net mit so einer Freude aus der Hand geben, wie wenn ma selber a Freude damit hat.

Theile: Von wem ist dir das Lob am wichtigsten? oder die Anerkennung?
Andreas: von den Fans! Also es gibt ja immer wieder Leute auch bei der Plattenfirma, Musikkritiker, die einem dann sagen, ja, is halt Volksmusik oder wie auch immer, oder die leichte Unterhaltung, oder was der Teufel, was i schon alles glesen hab. Wenn ma dann diese Hallen oder diese Open Airs jetzt auch wieder hernimmt, die alle zwischen 7.000 und 17.000 Fans gefasst haben, bei strömendem Regen und diesen kalten Temperaturen, die wir jetzt in Österreich gehabt haben, und die Begeisterung in diesen Gesichtern von ganz ganz klein mit Ohrschützern, 3-, 4-, 5-Jährigen auf den Schultern der Eltern sieht, denen’s wirklich die Adern am Hals vor lauter Mitsingen herausdrückt, über Teenager bis hinauf zu den Großeltern, die dann mit ihren Enkerln da sind und alle irgendwie so eine große Familie bilden und im Regen stehn, denen der Regen dann irgendwie gar nichts ausgmacht hat, ganz im Gegenteil, sogar für Stimmung gsorgt hat, wie’s wahrscheinlich bei Schönwetter gar net gwesn wär, dann is das eigentlich die Bestätigung, die ich brauch! Es geht nicht um Musikpreise, nicht um goldene Schallplatten, nicht großartig um’s Geld – natürlich geht man für’s Geld arbeiten – aber die wirkliche Anerkennung und die wirkliche Freud hat ma, wenn ma rausspaziert auf die Bühnen und so dermaßen empfangen wird, wie i mi drüber freuen darf!

Theile: „Ich bin rundum zufrieden und glücklich“, sagst du, mit 28? Was soll da noch kommen? A liabs Dirnderl? 5 Kinder?
Andreas:  a liabs Dirnderl, 5 – 7 Kinder, a Bauernhof, a paar Kaiberl, schaun!

Theile: Hättst du wirklich gern einen Bauernhof?
Andreas: Ja, irgendwo sicherlich wieder amal zurück zum Ursprung! Wir sind eigentlich die einzige Familie der Verwandtschaft, die so nach Graz in die Stadt ausgewandert ist, nur an den Wochenenden und in den Ferien am Land war. Vielleicht! Wenn sich’s ergibt! Aber i bin jetzt echt so auf an Punkt, wo i gar net so großartige Wünsche nach irgendwas hab, sondern i steh echt mit an breiten Grinser auf in der Früh, geh mit demselben auch wieder ins Bett, fall in kein Loch nach den Konzerten, bin traurig weil sie vorbei sind, sondern freu mi, dass guat glaufen is und denk echt gern zrück an die vielen schönen aufregenden Momente des sehr turbulenten Alltags.

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Kategorien: Pressemeldungen | Schlagwörter: , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Ein spannendes Gespräch mit Andreas Gabalier

  1. Sivetz Monika

    Also der Oanserstier ist wohl ein Blödsinn . Es gibt den Oanserhirsch ,weil das Rotwild auf die Jagd bezogene Qualitätsmerkmale hat und diese in Zahlen angegeben werden .

  2. MARie HeLENE

    Also ob’s einen „Oanserstier“ gibt oder nicht, dass weiß ich nicht so genau, da müsste ich noch nähere Untersuchungen anstellen …

    Aber den „1er Stier“, den gibt es und den gibt es auch nur ein einziges Mal auf unserer schönen großen weiten Welt.
    Und zufälligerweise macht dieses begehrte Einzelexemplar am aller aller liebsten die tiefsten Täler und die höchsten Gipfel unseres rot-weiß-roten Heimatlandes unsicher.

    Gesichtet hab ich ihn ja schon des Öfteren, das Lasso war auch schon parat, aber leider Gottes steht dieses Unikat ja unter strengstem Naturschutz! 😉

    Die Bühnen, die san sei Revier
    do drob’n wird er zum wilden Tier.

    Den Hintern losst er wackeln,
    wia’s sunst ka Zweiter kann.
    Die Dirndalan, die zappeln
    weg diesem einen Mann.

    Schon in da Warm-Up-Phase
    do gibt’s ka Halten mehr –
    die Massen in Extase
    des daugt dem Andi sehr!

    Der Bua, der is phänomenal,
    die Orm aus Stahl,
    die Stimm so rau – da Wahnsinn für (fost) a jede Frau!

    Und wie er’s schofft sich zu bewegen,
    dass sich die Hormone regen –
    bei dir, bei mir und ollen hier:

    Schaut’s ihn nur an den „1er Stier“!

    Die Orbeit dat eam nie ausgehn,
    die Weiberl jo Parade stehn …

    Doch nach an Live-Auftritt
    is ma hoid nimma ganz so fit.
    Do braucht sogoa da stärkste Stier,
    erst amoi a klanes Bier!

    Und wern’s daun, a, zwa Glaserl mehr,
    is da Schlof nimma weit her.
    Ob jetzt is Deadline – nix mehr geht,
    bis er auf neichn Bühnen steht.

    Dann fängt das Spiel von vorne an
    und er steht wieder seinen Mann …

    Und die Moral von der Geschicht‘:

    A Luadara, des is woi gwiss,
    is unsa Andi sicher nicht!

    Und warata ana, wär’s a egal – wir meg’n eam trotzdem allemal!

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