Gabalier beim Eurovision Song Contest?


Alljährlich im Frühjahr, wenn der ORF einen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest sucht, beginnen hierzulande die Diskussionen. Soll man überhaupt noch an diesem Bewerb teilnehmen, der seit Jahrzehnden im Zeichen des „Zuschanzens“ von Punkten im Ostblock oder Balkan steht? Setzen wir auf Qualität, oder doch besser auf ein schrilles Auffallen? In Zeiten des Sparens ein rausgeworfenes Geld der ORF-Zwangsgebührenzahler! Schicken wir einen jungen Nachwuchskünstler oder vielleicht doch lieber einen Profi in das Rennen? Unabhängig von diesen Themen überwiegt so oder so die Meinung in der Bevölkerung, dass dieser Contest a „gschobene Partie“ sei.

1002718_10201381878010175_1488842829_n.jpgLogisch auch, dass beim Thema Song Contest irgendwann mal der Name des derzeit erfolgreichsten österreichischen Musikers fallen muss – Andreas Gabalier!
TV-MEDIA hat heute ein ausführliches Interview mit Andreas in seiner Printausgabe veröffentlicht, und darin wird er auch auf eine mögliche Teilnahme beim Song Contest angesprochen:

Der ORF hat schon einmal bei mir angefragt, aber da war weder der richtige Song noch die Zeit da. Früher war ich auch unschlüssig zu diesem Thema, aber mittlerweile muss ich sagen: Ich tät`s probieren, um dabei gewesen zu sein. Aber ob ich was reißen würde? Ich glaub` eher nicht!

Zur Erinnerung – in den letzten 14 Jahren erreicht Österreich mit einem Klamauk-Auftritt (Alf Poier) EINMAL eine Top-10 Platzierung! Bei den letzten 6 Bewerben, schaffte nur Nadine Beiler den Finaleinzug, belegte dort aber nur den 18. Platz.
Unzählige Künstler versanken nur Tage nach ihrem bescheidenen Auftritt in die Vergessenheit – von einem Karriereschub ganz zu schweigen.
Verständlich, dass Andreas als Motiv einer möglichen Teilnahme nur das „dabei gewesen sein“ angibt, aber lohnt sich am Zenit seiner Karriere wirklich ein Auftritt dort? Würde ein Robbie Williams für England, ein Eros Ramazotti für Italien oder ein Herbert Grönemayer für Deutschland bei dieser „gschobenen Partie“ teilnehmen?
Wir hoffen, Andreas ist sich über so manche Konsequenzen, bzgl. Song Contest-Auftritt, seiner möglichen Entscheidung bewusst. Zu gewinnen gebe es dort überhaupt nichts, höchstens dass seine Polarisierung in Österreich zunehmen würde, weil die üblichen Kritiker und Nestbeschmutzer aus allen Löchern gekrochen kämen!

Im selben TV-Media Interview wehrt sich Andreas zu recht gegen so eine Nestbeschmutzer-Stimme (gemeint ist ein Standard-Artikel aus dem Frühjahr 2012):

All ihr Ruhm und Erfolg gibts freilich nicht ohne Schattensein. Sie wurden im Vorjahr in einem Artikel ins rechte Eck gedrängt….
Gabalier: Was ein Wahnsinn ist. Ich lass mich nicht braun anmalen, weil ich eine Lederhose trage und von daheim singe. Ich stehe auf unsere Tradition, unsere Kultur, unser Essen , das ist im gesunden heimatlichen Sinne gemeint und sicher nicht nationalsozialistisch und das lass ich mir auch von niemandem nachsagen. Davon distanziere ich mich total, damit habe ich nichts zu tun, und ich weiß auch nicht, wie ich dazu komme.

Lieber Andreas, leider bist Du in diesem angesprochenen Artikel deshalb mit diesem Dreck beworfen worden, weil ein hirnschwangerer Journalist in deinem Lied „Biker“ die deutschen, italienischen und japanischen Motorräder mit dem Dreimächtepakt von 1940 verwechselte. Solche Spinner verdächtigen hinter jeder Lederhose eine Gefahr!

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