Gabaliers neues Album strotzt vor Hit-Potenzial!


Während in Österreich Andreas neues Album „Home Sweet Home“ nach wie vor von vielen Medien (bewusst oder unbewusst?) ausgeblendet wird, geschweige näher die einzelnen Songs beleuchtet werden, schwärmen unsere deutschen Nachbarn mit fachkundigen Rezensionen. Jüngstes Beispiel hierfür – die Onlineplattform regioevent…..

Alle glücklich machen? Naaa, sagt Andreas Gabalier cool, das muss er gar nicht. Aber dabei schwingt schon auch eine Portion des berüchtigten Schmähs des Steirers mit. Denn „Home Sweet Home“, das 4. Album des ausgeschlafenen „Volks-Rock-’n‘-Rollers“  ist ein Werk, das auf den großen Wurf, die breite Masse, abzielt. Alles drin im weiten Stilmix, der vor Hit-Potenzial strotzt und gerade live, auf der im September beginnenden Deutschlandtour, gut funktionieren wird: Gabalier singt teils auf Englisch, einige Songs verbreiten euphorische Mitklatsch-Stimmung, andere sind nachdenklich und aus manchem Lied lärmt eine knackige Blues- und Country-Rock-Attitüde, die sich Gabalier in Nashville, Tennessee draufgeschafft hat.
601054_500905553315962_1982896679_n.jpgNashville − die Country-Metropole ist Gabaliers großes Thema dieser Tage. Mit den Aufnahmen im legendären Studio „The Sound Kitchen“ erfüllte sich der Johnny-Cash-Fan einen Jugendtraum, wie er sagt. Eine gute Geschichte für Interviews ist das allemal. Doch sollte um Gottes willen keiner wirklich einen Vergleich mit dem „Man in Black“ bemühen. Gabalier zieht seine eigene Nummer durch, und die wirkt, wenn man es weniger positiv formuliert, eher unentschlossen, eine klare Stoßrichtung ist nicht auszumachen.

 Wohlwollend könnte man aber auch staunen, wie vielseitig der Shootingstar ist. Eh klar: Der kann nicht nur Schlager und Volksmusik, nicht nur „I sing a Liad für di“ (der Wiesn-Hit ist in einer rockigeren Variante als eine Art Zugabe auf dem Album), aber eine so intensive, geradezu epische, in die Dimension eines Hubert von Goisern vorstoßende Jodel-Ballade wie „Der Himmel“ hätten ihm wohl nicht viele zugetraut.

 Überhaupt mangelt es nicht an Schmalz und Herzblut − wer das ergreifende Lied „Amoi seg’ma uns wieder“ mochte, wird nun auch die leidenschaftliche Liebeserklärung „Für mich bist du schön“ lieben. Und wenn wir gerade beim Feuerzeug-Hochhalten sind: Der melancholisch vor sich hinschunkelnde Titelsong „Home Sweet Home“ sorgt für feuchte Augen, jedenfalls bei denen, die auch bei „Sierra Madre“ zum Taschentuch greifen.

 Ein Schenkelklopfer ist hingegen die selbstironische „Beichte“, in der Gabalier eine Auswahl (vermeintlicher?) Frauengeschichten aufs Korn nimmt, was in etwa so geht: „Die Hintermoser Kathl is a Saubattl g’wesn. I hob vui, aber so was hob i noch net g’sehn. Mit 14 hat’s ma woin des erste Busserl geb’n. Rot bin i g’wordn und ganz verlegn. . .“ In die gleiche „I-bin-ah-nur-a-Bua“-Kerbe schlägt „Zuckerpuppen“, eine mitreißende Ode an alle „Hos’n“.

 Unterm Strich ist das neue Album ein weiterer Meilenstein − sicher auch in Sachen Selbstinszenierung. Gabalier weiß, was er seinen Fans schuldig ist, vor allem den weiblichen, aber er gibt auch seinen Kritikern wieder Futter, die ihm Kitsch und simple Masche vorwerfen. Aufhalten lässt sich der mit Macht aufstrebende „Volks-Rock-’n‘-Roller“ von ihnen gewiss nicht.Frank Rauscher/tsch

Andreas weiß auch was seine männlichen Kids-Fans lieben – unsere jüngsten Bergbauernbuam singen seit Tagen rauf und runter „Himmelvota, Himmelvota beichtn muass i gehn…. i bin jo a nua a Bua!“ 🙂

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