Rückblende: „Wiener Wiesn“ mit Andreas Gabalier!


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Noch mehr Brauchtum, noch mehr „zünftige Gaudi“ und noch mehr Bier: Die „Wiener Wiesn“ verlängert in ihrem dritten Jahr die Zeit in der Wien zu München wird. Von 19. September bis 6. Oktober gibt es auf der Kaiserwiese im Wiener Prater „etwas für jeden Geschmack“, heißt es vonseiten der Veranstalter. Neu sind heuer die Bundesländertage: Kulinarischen Spezialitäten aus ganz Österreich können probiert werden. Auch Musik und Bräuche aus den Bundesländern werden geboten.
Ein wenig Kopfschütteln löst bei uns eine weitere Neuigkeit aus – an einem Tag bietet man mit dem Rosa Wiener Wies’n Fest erstmals sogar ein Event für Lesben und Schwule an, sofern diese gewillt sind, sich mit recht viel Rüscherln und Hirschhornknöpfen aufzubrezeln.
Das so ein Gockelwerk mit echtem Brauchtum nichts am Hut hat, und damit heimatbewusste Werte nur auf dämliche Art kommerzialisiert werden sollen, liegt wohl auf der Hand!
Jedem das seine –  aber dieses ständige „Anders-sein“ aufs Aug gedrückt zu bekommen, als sei jeder 2. Mensch schwul, diese unendlich neu erschaffenen Extras, unter dem Deckmantel einer Gleichberechtigung, sind selbst zahlreichen Schwule schon zuwider, denn welcher vernünftiger Mensch fühlt sich denn wohl, wenn er ständig auf ein Extra-Podest zur Schau gestellt wird?

Daher widmen wir uns wieder einem Rückblick – als Andreas Gabalier Live-Gast bei der 1. Wiener Wiesn war. Da bei diesem Auftritt natürlich auch unsere gute Seele aus Wien anwesend war, verdanken wir ihr wieder einen Bericht, :

25. 09. 2011 Andreas auf der „1. Wiener Wiesn“

Die erste „Wiener Wiesn“ und das mit Andreas Gabalier an einem Sonntag um die Mittagszeit, wie soll man sich das vorstellen?!? Da bleibt nur abwarten, sich überraschen lassen!!!
Diese Überraschung begann schon als wir zum Gösserzelt – dem größten von den vier Wiesenzelten auf der Kaiserwiese am Fuße des Riesenrades hinkamen. Da waren Massen von Menschen, kleine Standerl säumten den Weg, wo es zu essen und zu trinken gab. Wir schlängelten uns durch und versuchten nach vor zum Zelt zu kommen, bis wir merkten, diese Leute standen ja gar nicht so herum, die wollten ja alle ins Zelt hinein – oder zumindest die meisten, manche hatten keine Karten, weil an allen anderen Wiesen-Tagen ab 11.00 Uhr ein Frühschoppen bei freiem Eintritt stattfindet. Nur heute wegen Andreas war Eintritt zu zahlen und die Karten dafür natürlich längst ausverkauft.
Also gaben wir unser Überholmanöver auf und stellten uns brav in der Warteschlange an. Hat schon einige Zeit gedauert, bis alle die Ticketkontrolle passiert hatten, das war aber kein Problem, es hatte ja jeder seinen Tisch, kein Grund zum Drängen.
Die Bühne war in der Mitte der Längsseite des Zeltes, das war auch super und unser Tisch gar nicht so weit weg.
Eine Blasmusikkapelle spielte Frühschoppenmusik – zwischendurch immer wieder „ein Prosit der Gemütlichkeit“ damit die Biertrinker Möglichkeit hatten entsprechend mit musikalischer Untermalung anzustoßen. Die Musiker saßen aber nicht auf der Bühne, sondern davor, damit die Bühne selbst inzwischen für Andreas vorbereitet werden konnte. Roby war schon zeitig da! Bald kam dann auch Elfi und baute ihren Fanstand in unmittelbarer Nähe von unserem Tisch auf. So weit wir das beobachten konnten, war sie immer von kaufwilligen Fans belagert.
….

314311_2477387855309_812525038_nWir hatten schon vorher gehört, dass Andreas schon lange vor dem Zelt wäre, aber halt von Kameras belagert, nun rätselten wir, von wo er wohl auf die Bühne kommen würde … und auf einmal tauchte er mit seiner Harmonika ganz hinten beim Zelteingang auf, marschierte begleitet von Securities durch das ganze Zelt, wieder stürzten von allen Seiten Kameras zu ihm hin … dann kam er von rechts hinten auf die Bühne, spielte sein Intro wie gewohnt, ließ seinen Blick durch die Menge schweifen, setzte plötzlich aus, tosender Applaus folgte, dann spielte er wieder weiter, so machte er es 3 – 4mal und den Applaus dazwischen genoss er so richtig! Dann sang er sein Wienerlied nunmehr schon zum 4. Mal, jetzt können es schon viele, ein bisserl angepasst halt an die Wiener Wiesn ungefähr so:

„Erst wann’s aus wird sein, mit aner Musi‘ und mit’n Wein, dann pack‘ ma die sieb’n Zwetschk’n ein, eher net. Wann der Wein verdirbt und wenn amol die Musi‘ stirbt, in die mir Weana so verliabt, is’s a G’frett!
Aber solang’s auf da Wiener Wiesn no‘ a Tröpferl gibt und solang a Harmonika no‘ voll Melodien is und solang als no‘ a tulli g’stelltes Wiener Maderl da, da sag’n mir Steirer no: „Halt ja!“ und bleiben da!“

Vom ersten Augenblick an war klar, die Stimmung im Zelt war ein Wahnsinn, eigentlich nicht zu überbieten. Wer nicht vor der Bühne stand, der stand auf den Bänken, vielleicht auch auf den Tischen – ich weiß es nicht, beim Blick zurück in die Menge hat es fast so ausgeschaut. Wer sitzen blieb hatte keine Chance irgendetwas zu sehn, dem konnte man nur sagen „selber schuld“!

Das ganze Zelt bildete einen gewaltigen Chor, das hat Andreas so richtig getaugt, das fühlte man und er genoss natürlich auch den Jubel nach jedem Lied, viel musste er nicht nachlegen, ein bisserl hat er ihn nur mit seinen Handbewegungen verlängert, das war ihm wichtig, denn es war „Puls 4“ da und „Chili“ vom ORF und „News“ – die werden einen großen Artikel über die „1. Wiener Wiesn“ bringen in der nächsten Ausgabe und ich bin mir sicher, dass Andreas da einen bedeutenden Platz einnehmen wird, denn die heutige Stimmung – und noch dazu um diese Zeit – kann wohl kein Interpret mehr überbieten, auch nicht DJ Ötzi und schon gar nicht mit Andreas’ Lied!!!
Für „News“ hat Andreas dann zwei junge Mäderl mit Dirndln auf die Bühne geholt, eines davon hatte ein rotweißkariertes an, das dem „Wiener Wiesn Dirndl“ zumindest sehr ähnlich sah, vielleicht war es eh eines von dieser Serie. Mit den beiden Mäderln ließ er sich dann für „News“ fotografieren, dann schickte er sie gleich wieder zurück ins Publikum, „weil das sonst zu gefährlich wär!?“ Das Mäderl mit dem rotweißkarierten Dirndl war mit ihrem Freund da und offensichtlich sehr verliebt, als sie von der Bühne zurückkam, umarmte sie ihn und busselte ihn ab, er hielt dann ganz lieb ihre Hand bei „so liab hob i di“, das war so schön anzuschaun!
Viele waren mit ihren Freunden oder eben Männern da, das merkten wir schon vor dem Zelt, eine gute Mischung von Männern und Frauen, von ganz Jungen und Älteren bis Hochbetagten, aber natürlich auch Kinder!!!
Ein kleines Mäderl, vielleicht so 4 Jahre saß vor uns auf der Bühne mit einer Rose in der Hand! Sie wurde ganz oft gefilmt und fotografiert! Die Rose hat sie Andreas nach „i sing a Liad für di“ übergeben. Es stand aber auch eine Frau mit 83 Jahren in der ersten Reihe und war so was von begeistert.

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Bei „i sing a Liad für di“ drängten sich ein paar Frauen mit schätzungsweise einem Alter zwischen 50 und 60 vor uns zur Bühne und wie die sich mitbewegten, das war mitreißend, man konnte ihnen gar nicht böse sein!
Bevor Andreas „Fesche Madln“ anstimmte, fragte er „welche Madl habn ihren Buam schon gfunden?“ … ein tosendes Geschrei folgte, das waren sehr viele im Raum … dann fragte er „welches Madl wartet noch auf seinen Buam … auch das waren viele, aber es wäre eh gleich gewesen, was er gsagt hat, immer wär im Jubel entgegengebraust und man kann nur immer wieder sagen, er hat das einfach so genossen … und wenn er beim Singen wo ausgsetzt hat, er hat keine Sorgen haben müssn, die waren alle textsicher, einfach großartig und soooooo schön!!!
Beim ersten Mal „i sing a Liad für di“ hat man schon gemerkt, dass Andreas seine Hüften mit einer Leichtigkeit kreisen ließ, das kann ihm unmöglich einer so nachmachen und so wird es wohl immer sein Lied bleiben! Aber auch bei „sweet little Rehlein“ legte die Stimmung im Zelt noch einmal so richtig zu – sofern das überhaupt möglich war – kaum dass er seine Hand als Lauscher an den Kopf legte und der Rhythmuswechsel es ankündigte. Wahnsinn, alle kannten es, alle sangen mit, Lebensfreude pur!!!
Irgendeinmal zwischendurch begrüßte Andreas einen lieben Freund, der mit ihm Jus studiert hatte und inzwischen Rechtsanwalt ist. Er hat sich so gefreut, dass er heute dabei war! Den Namen hab ich nicht behalten macht nichts, er stand ganz in unserer Nähe und hat sehr gestrahlt, ich denke, das muss heute ein gewaltiges Erlebnis für ihn gewesen sein!!!
Bei den „Obersteirern“ forderte uns Andreas auf fest mitzustampfen, dass das Zelt bebt, das hat auch gebebt, der Fußboden hat so richtig gewackelt, als wär ein Erdbeben im Anzug! Das war übrigens bei den „Bergbauernbuam“ so ähnlich, einfach zu spüren, die Urgewalt der Berge!
Eine Zugabe konnten wir erreichen, „i sing a Liad für di“ ein 2. Mal – und da ließ Andreas streckenweise uns für sich singen – dann sagte er, dass wir das Zelt räumen müssten für die nächsten.
Er sagte auch, dass er draußen vor dem Zelt Autogramme schreiben würde, weil da auch so viele Fans draußen seien, die keine Karte mehr bekommen konnten, „aber ich hab euch gehört“, rief er ihnen übers Mikrofon zu und dass er jetzt zu ihnen hinauskommt. Die haben sicher gut mithören können, denn das Zelt war offen, die Technik hat gut funktioniert und die Musik und Stimmung zusammen haben eine ordentliche Lautstärke bewirkt. Meine Ohren waren fast ein bisserl verschlagen nachher!

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Der Moderator hat dann gesagt, dass Andreas zum Autogramme geben ein eigenes kleines Zelt hat neben dem Planetarium, dorthin ist – ohne dass wir es bemerkten – während dem Auftritt auch schon Elfi mit dem Fanstand übersiedelt.
298670_2491852696921_950885027_nAuf einer Seite hin, auf der anderen weg, das war alles gut organisiert. Wir stellten uns auch noch an, nicht wegen eines Autogramms, einfach nur kurz „Hallo“ sagen im Vorbeigehn, dachte ich, aber beim Ausgang, der schmal war und wo man sich nicht wirklich vorbei schleichen konnte, stand wieder das Fernsehn.
„Dürfen wir Ihnen zwei Fragen stellen?“ Eigentlich wollte ich überhaupt nicht, aber wenn’s um Andreas geht, da wird man halt immer wieder schwach!
1. Frage: „Was ist das Besondere an Andreas Gabalier?“ Wie soll man das in ein paar kurzen Sätzen beantworten, da gäbe es so viel zu sagen … seine Natürlichkeit, seine Texte, die alle einen Sinn haben und kleine Geschichten erzählen und kleine versteckte Botschaften beinhalten, die Viele gar nicht erkennen und deshalb glauben, dass manche Texte dumm sind, nur weil sie den feinen Humor zwischen den Zeilen nicht verstehn!?! … die Lebensfreude, die er in sich trägt und die er ausstrahlt, sodass er alle Leute mitreißt, gleich ob er auf der Wiener Wiesn, der Münchner Wiesn oder irgendwo anders auftritt … und die ihm seine Fans zurückgeben!?!
Ich weiß nicht mehr alle Details, die ich gesagt habe, aber es war sicher zu viel, denn eine 2. Frage haben sie nicht mehr gestellt, weiß nicht was sie daraus machen werden?!?
Was immer noch beim 1. Wiener Wiesnfest sein wird in den nächsten Tagen, es wird ein gelungenes Fest und dazu hat heute Andreas einen großen Beitrag geleistet!

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