Tour-Interview mit Andreas Gabalier


Logisch, dass wir  Fans im Bezug auf Andreas Gabalier gerne mit Superlativen herum werfen. Folgender Zeitungsartikel (aus der Mittelbayrischen Nachrichten) verdient sich aber wirklich zu recht das Prädikat „Wahnsinn – lesenswert“! 

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Vor dem Konzert in Kempten gab Andreas Gabalier einem lokalen Radiosender aus dem Allgäu folgendes Interview und damit für uns Fans einen kleinen Einblick in sein derzeitiges Tour-Leben:

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Gibt’s einen großen Unterschied zur Steiermark hier im Allgäu, wenn du dich so umschaust?
Andreas: Ja, landschaftlich natürlich, wir haben sehr viele hohe Berge, da unterscheidet uns Einiges, aber ich fühl mich eigentlich wie zu Hause. Wir haben letzte Woche mit der Tournee begonnen in Passau, Nürnberg und Regensburg. Das war auch dort ein Trachten Event der Superlative. Man fühlt sich in der Halle wie daheim, unglaubliche Stimmung, und ich hoffe, dass das in der 2. Woche der 1. Tournee da bei euch in Kempten so weiter gehen wird.

Kommen wir einmal zu deinem ganz großen Hit „I sing a Liad für di“ – DJ Ötzi hat ihn ja gecovert. Macht dich das stolz? Oder sagst du ‚nee, das Original ist besser?’
Andreas: Das macht einem immer stolz, wenn sich Kollegen und Kolleginnen, Bands, alle möglichen Unterhaltungsgruppen, Zeltfestmusikanten eigentlich da meiner Lieder annehmen, die auch nachspielen, da freut man sich schon sehr, weil das einfach ein großes Kompliment ist. Man hat da irgendwo ein Lied geschrieben und da kommen danach die lieben Kolleginnen und Kollegen daher und spielen dieses Lied dann nach, das macht einem sehr stolz!

Erzähl mal ein bisserl über deine aktuelle CD, „Home sweet Home“ heißt sie, die eingefleischten Fans, die haben sie ja garantiert schon, kann man da sagen am Stil hat sich ein kleines bisschen was verändert?
Andreas: Ja natürlich, sowieso hat es sich, so wie schon auf den CDs davor, die sich ja immer wieder weiter entwickelt haben. Wir sind jetzt nach der 3. CD VolksRock’n’Roller einen Schritt weiter gegangen und einmal über den Atlantik geschwommen nach Nashville in die Vereinigten Staaten, haben auch dort produziert, den amerikanischen Boden inhaliert, war ganz a tolle Erfahrung, cooles Tonstudio so aus den 50iger Jahren, wie man sich’s aus den Retro-Filmen vorstellt, war a tolle interessante Zeit und das hört man schon auch auf der CD. Ich bin ja kein gelernter Musiker, sondern quer einsteigender Hobby-Musikant, sag ich immer wieder, mir geht so viel durch den Kopf und irgendwie hab ich immer das Bedürfnis alles mögliche und unterschiedlichste Stilrichtungen miteinander vermischen zu müssen und das merkt man auf da 4. CD „Home sweet Home“ auch wieder.

Wir haben unten schon mit den weiblichen Fans gesprochen, die stehn ja mittlerweile schon vor der Tür, und die warten natürlich darauf, dass du wieder das Hemd auf der Bühne ausziehst, um die jetzt alle zu beruhigen, wird das heute auch passieren?
Andreas (lacht): Jessas na, ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal mein Hemd auf der Bühne ausgezogen hab, ich glaub, das ist nur ein, zwei Mal passiert, abgesehen davon trage ich schon lange keines mehr auf der Bühne, es ist nur ein Unterleiberl, ein Shirt, ein ärmelloses, mit Gilet darüber und ah, genug Haut für alle da.

Erste Gehversuche gab’s für dich auch auf asiatischem Boden in Singapur, wie lief’s?
Andreas: Ja, sehr verrückt! Die asiatische Trinkkultur unterscheidet sich ja gewaltig von der deutschsprachigen, die trinken ein Bierchen und sind wirklich fröhlich bis in die Morgenstunden, abgedreht, verrückt, crazy, in schwerster Feierlaune, wie bei uns – wenn überhaupt – zu Silvester, das war sehr sehr lustig, ganz tolle Erfahrung da in Singapur, vier Auftritte waren’s beim größten Volksfest dort überhaupt und ja sehr verrückt, sehr schräg, toll, toller Applaus, toll angekommen, wir kommen nächstes Jahr wieder!

Die sind aber nicht so textsicher wie die Österreicher, Schweizer und Deutschen?
Andreas: überhaupt gar nicht, es hat auch immer ein, zwei, drei Nummern gebraucht bis sie sich haben mitreißen lassen, weil ich dort natürlich noch gänzlich unbekannt war oder bin, die sind aber sehr in Feierlaune, für alles offen, muss man sagen und das war a sehr lustige Zeit in Singapur vor zwei Wochen.

Jetzt bist du erstmal auf Tour, heute in Kempten, morgen schon wieder in Ingolstadt, bis nach Hamburg geht’s hoch, das ist echt a Wahnsinn, arbeitest du auch schon gedanklich – ich sag jetzt mal – an neuen Projekten?
Andreas: Hui, nein, jetzt – muss i ganz ehrlich sagen – sind die Ziele eh schon sehr sehr hochgesteckt worden und hoffentlich werden diese Erwartungen jetzt auch erfüllt!          27 Konzerte an der Zahl stehen ja noch an, wir hängen an die Deutschland-Tour auch noch Zürich, Bozen und dann Österreich an, dass das schon stimmlich und körperlich eine sehr sehr große Herausforderung ist, alle Tage viel im Auto, viele Interviews, viele Konzerte, dann am Abend Autogrammstunden danach an der Bühnenkante, so schnell, so gut wie möglich und dann rasch ins Bett, weil man das natürlich auch braucht. Man ist da schon einer sehr großen Verantwortung ausgesetzt, die Crew ist sehr groß, es haben ja sehr viele Leute Arbeit. Die Fans möchten natürlich, oder sollten hoffentlich auch happy nach Hause gehn nach dem Konzert, und somit sind die Ziele eh sehr sehr groß gesteckt gewesen, jetzt sind sie wirklich fast erreicht, jetzt müssen wir sie auch noch irgendwie erfüllen und i gib mich zur Zeit wirklich auch damit zufrieden.                                Weitere Planungen in die Zukunft treffen wir dann über die Weihnachtsferien glaub ich.

Letzte Frage noch, musst du seitdem du diesen Bekanntheitsgrad hast, musst du auf einiges verzichten jetzt?
Andreas: Überhaupt nicht, eigentlich, also es ist sehr viel zu tun, die Woche hat viele viele Arbeitstage, noch mehr Arbeitsstunden und da ist halt die Freizeit momentan ein bisserl hinten nach, stört aber nicht, weil man da wirklich mit großer Vorfreude auf diese Konzerte zugeht, eigentlich nur hofft, dass man auch gesund und fit bleibt, um diese schönen Stunden da mit den ersten Fans in Germany auch gemeinsam zelebrieren und genießen zu können.

Dann sag ich vielen Dank! Wir freuen uns aufs Konzert heute Abend in der BigBox in Kempten, Andreas Gabalier bis zum nächsten Mal!
Andreas: Super, Dankeschön!

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Kategorien: Live-Auftritte | Schlagwörter: , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Tour-Interview mit Andreas Gabalier

  1. Gabi

    Das ist ein sehr schöner Artikel. Genau so ist es und das macht ihn aus.

    Grüße aus Hessen
    Gabi

  2. conny

    Der Artikel ist wirklich sehr schön und Andreas Gabalier ein echt Sympathischer Bursch 🙂

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