„VolksRocknRoll wie ein akustischer Donnerhall!“


Bei der Berichterstattung rund um Andreas Gabaliers Tour können sich unsere einheimischen Medien wirklich ein Beispiel an ihren Kollegen in Deutschland nehmen. Egal ob bei der VRRoller-Tour 2012 oder beim diesjährigen Sommer-Open-Air, ist uns fast kein Artikel aus Österreich bekannt, der die Bühnenshow und das Live-Erlebnis so gut beschreibt, wie zahlreiche Meldungen aus Deutschland, die wir zurzeit erhalten – ohne irgend einem peinlichen Unterton.

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Zwei journalistische Beispiele rund um Andreas vergangenes Konzert in Münster:

Eine Halle in Ekstase. Auf der Bühne blitzten die Facettenaugen vertikaler Scheinwerfer auf, zwei Megaplasma-Bildschirme vergrößerten Keyboarder, Sängerinnen, E-Gitarristen und Schlagzeuger auf Riesen-Format. Im hinteren Teil der Halle tanzte – wie aus dem Hut gezaubert – das Paar ohne Karten.
Auf Gabaliers Handbewegung hin erhoben sich die Leute auf den Rängen. „Des is dahoam“ brüllte Gabalier – und alle sangen mit. Eine Frau filmte mit dem Smartphone ihre knapp 80-jährige Mutter. Gabalier plauderte im pausenlosen Fortissimo von den „Kinesen“ in Singapur.

Irgendwo zwischen Oktoberfest und Bühnen-Olympia, Alpen-Rhetorik und akustischem Donnerhall liegt die Aura dieses Pop-Lohengrins,
Quelle….

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Wer sagt eigentlich, was Volksmusik ist? Was Schlager, was Rock, was Pop? Andreas Gabalier zeigt, dass man alles gleichzeitig machen kann. Munter bedient er sich bei den Klischees dieser musikalischen Genres, mischt das Akkordeon von der Alm mit der Slide-Gitarre aus dem Wilden Westen. Heraus kommt etwas ganz Typisches, er nennt es „Volks-Rock‘n‘Roll“.

….Denn die Heimat in den  Bergen ist ein konsequent durchlaufendes Motiv bei Andreas Gabalier. Wenn auch die Musik wechselt zwischen krachendem Pop, rotzigem Rock und allenfalls angedeuteter Folklore: Über allem schwebt ein Hauch von steirischer Provinz. Gerne erzählt der 28-Jährige von der „lieben Mama“ und der zauberhaften „Oma-ma“. Er schwärmt von den Bergen und seiner Familie. Deshalb heißen die Lieder „Vergiss die Heimat nie“ oder „Daham bin i nur bei di“. Das alles vermengt er mit amerikanischen Klischees – und schon singt er auch von „Zuckerpuppen“ und „Home sweet Home“.

Damit würde er freilich im Einerlei der Volkmusik-Sendungen untergehen, wenn er nicht musikalisch so viel Spaß machen würde. Schunkeln ist schwierig, da wird getanzt und gerockt. Seine Band funktioniert ausgezeichnet, die Gitarrensoli begeistern ebenso wie das druckvolle Schlagzeug. Da kann sich so manche Rockband eine Scheibe abschneiden. Wer war noch mal Bon Jovi?

Trotzdem wagt Gabalier auch die ruhigen Töne und begleitet sich bei einigen Balladen selbst mit Klavier oder Gitarre. Dann kommt auch seine Stimme zur Geltung, die ansonsten ein wenig untergeht. Quelle…

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