Gabalier: “Die Wiener Stadthalle ist für einen Steirerbuam der Olymp.”


Heute erlauben wir uns wieder einen Rückblick!
Ein paar Tage vor dem kommenden Tour-Finale in der ausverkauften Wiener Stadthalle, haben wir unseren 1. Artikel der Rundschau aus 2012 ausgegraben – ein Presse-Lokalaugenschein über Andreas legendäres Konzert am 10. Mai 2012 in der Wiener Stadthalle:

Dirndln und Lederhosen soweit das Auge reichte in der restlos ausverkauften Wiener Stadthalle. Das letzte Konzert der ersten Solotour von Andreas Gabalier hielt, was der „Alpen-Elvis“ versprach: Neben Live-Acts zwischen Volksmusik und Rock’n’Roll setze der Steirer auf viel Show und Anekdoten aus seiner Kindheit. Rund 12.000 Fans folgten dem Ruf des 27-Jährigen. „Die Halle ist voll, was einfach Gänsehaut-Feeling pur bedeutet“, sagte Gabalier kurz vor Konzertbeginn.

582075_327365974000068_128399377230063_763475_210227487_n

„Ich freue mich so, dass alle in Tracht und mit geflochtenen Zopferln da sind“, meinte Gabalier über seine durchwegs rustikal gekleideten Zuschauer. In gewohnter Manier bot Gabalier mit Hüftschwung, Haartolle, rot-weiß-rot kariertem Taschentuch und einem Geweih samt Plüschtier als Mikro-Ständer dann auch, was von ihm erwartet wurde. Volkstümliche Musik, Ziehharmonika-Einlagen inklusive, von Kitschnummern (Anmerkung: Kitsch ist wohl eine Ansicht des Betrachters!) wie „Engerl“ bis hin zu seinen erfolgreichen Melodien wie „I sing a Liad für di“ oder „Sweet Little Rehlein“. Mitgedreht wurde mit etlichen Kameras für eine Live-DVD der zweieinhalb-stündigen Show.

Die Nervosität machte Gabalier allerdings teilweise einen Strich durch die Rechnung, und so vergaß er etwa an einer Stelle seinen Text. Die durchwegs weiblichen Fans in der Stadthalle feierten ihr Idol trotzdem und so flogen etwa Strumpfbänder auf die Bühne, während Gabalier nach dem Lied „Fesche Madln“ versprach, dass es für „jedes enge Bluserl im Publikum ein Schnäuztuch“ von ihm gibt.  Quelle….

Der Kurier schreibt in seiner Printausgabe nach dem Konzert:

Um 20.10 Uhr steht Gabalier plötzlich mit Sonnenbrille, rotweißrotem Kragen und der Quetschn`n auf der Rampe vor der Bühne. Der selbsternannte Volks-Rock’n-Roller spielt auf. Johlen und Kreischen, Klatschen und Stampfen. Ein Selbstläufer, auch wenn Gabalier “die Hos’n g’strichen voll” hat. Die Fans sind von der ersten Sekunde an bei ihm, hinter ihm, mit ihm. Ja, es rockt. Er rockt. Hochtalentiert als Dompteur der Massen. Er breitet die Arme aus, kniet nieder, wandert als Prediger für das Heimatgefühl über die Bühne und schwärmt: “Die Wiener Stadthalle ist für einen Steirerbuam der Olymp.”

Auf dessen Gipfel beschwört er 24 Lieder lang das Land, die Liebe und den Glauben an Engerln. Die Menschen danken es ihm, unbeschwert und glücklich.

Antwort auf die Krise

Andreas Gabalier scheint zumindest für drei Stunden die Antwort auf eine europäische Krise. Wo Schlagzeilen über Staatsdramen und Finanzdesaster, über Korruption und Globalisierungswahn die Aktualität beherrschen, hat die Verkörperung von Tradition, Regionalität und Bodenständigkeit leichtes Spiel. Gabalier besingt das “Dahoam”, die feschen Madln und die Alm. Er zelebriert das Steirerland, den Zwölfender-Hirsch und das “Sweet Little Rehlein”.

Video-Impressionen aus der Wiener Stadthalle vom 10. Mai 2012:

„I sing a Liad für di“


.

Advertisements
Kategorien: Live-Auftritte | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: