Gabalier: „Sag‘ beim Abschied leise ‚Servus‘!


Alle Medien, aber auch wir, können uns die Finger wund schreiben und trotzdem würden wir es nicht schaffen, einen Konzertbericht so authentisch zu verfassen, wie unsere gute Seele aus Wien es praktiziert!
Hier in voller Länge IHR Bericht über Andreas fulminantes Abschlußkonzert in der Wiener Stadthalle:

30. 11. 2013  Home sweet Home – Tournee Wiener Stadthalle

Nach der gewaltigen Deutschland-Tournee hatten wir echt ein bisserl Sorge, dass wir da in Österreich nicht mithalten können, dass es da weniger Stimmung geben und Andreas das spüren könnte!?! Außerdem dachten wir, es kann keine Steigerung mehr geben! Doch wer so etwas denkt bei Andreas, der irrt bestimmt, das haben wir gestern eindrucksvoll erfahren!

Das Warten vor der Stadthalle war schon ein bisserl mühsam, weil die kurzärmeligen Dirndlblusen, die kurzen Lederhosen und die zarten „Schucherl“ halt gar nicht geeignet waren für die Kälte und das Personal der Stadthalle kein Einsehen mit den frierenden Fans hatte – es war schon halb sieben vorbei, als sich endlich die Türen öffneten. Aber die ergatterte Position links von der Bühne vorne am Steg war optimal, da war alles andere bald vergessen. Rund um uns wussten die wenigsten, dass Andreas direkt vor uns auf die Bühne gehoben werden würde, für Viele war es das erste Konzert der „Home sweet Home“-Tour, da hatten wir schon einen deutlichen Wissensvorsprung! 🙂

Schon bei Piero Esteriore merkten wir, dass die Stimmung in der Halle ein Wahnsinn war. Nach ihm kam überraschend auch noch Willi mit seiner Christiane auf die Bühne und legte mit ihr zwei Tänze aufs Parkett, die an Schwung und Ausdrucksfreude kaum zu überbieten waren und nebenbei bemerkt, von Willis lockerem Hüftkreisen könnte sich Andreas noch was abschauen, das war echt amüsant und er erntete damit auch jedes Mal tosenden Applaus und genoss es sichtlich mit seiner Partnerin einmal so großes Publikum zu haben.

936012_10151737096366610_737740929_nFoto von: www.andreastischler.com

Nach immer auf- und abschwellenden „Andiiiii, Andiiii-Rufen“ erschien dann Andreas endlich auf der Bühne und startete so powervoll, dass das Publikum es ihm immer wieder mit frenetischem Jubel und ohrenbetäubendem Kreischen dankte. Andreas hatte sehr sehr viel Spaß dabei, das sah man ihm an! Mit entsprechenden Handzeichen deutete er an, dass er auch das Publikum in den Rängen stehend sehen wollte, scheinbar folgten nicht alle sofort seiner Aufforderung, drum legte er noch einmal nach. Ich weiß nicht, ob sie danach noch viel zum Sitzen kamen!?! 🙂

Bei der Bandvorstellung erntete jede(r) Einzelne einen Sturm der Begeisterung, Andreas musste gar nicht erst lange dazu animieren. Vor „Dahoam“ machte er wieder seine Späße wie „das ist hier VolksRock’n’Roll und nicht Germanys next Topmodel“ und „der Himmelvater hat schon wollen, dass da ein paar Rundungen sind bei uns, sonst hätten in der Kirche net alle Engerl so ein kleines Bäuchlein“ und ähnliches …! 🙂

Alle Lieder sangen wir mit ihm wie in einem riesigen Chor auch „You ‚re just being you“ – speziell beim Refrain „Well that’s like sayin‘ the Mona Lisa …“ setzte die ganze Halle so kräftig ein, wie ich es noch nirgends gehört hatte. Richtig stimmungsvoll wurde es bei „Daham bin i nur bei dir“ – die ganze Stadthalle verwandelte sich in ein Lichtermeer unbeschreiblich schön. Andreas selbst strahlte über das ganze Gesicht.
Gleich darauf ging es mit voller Power weiter, der „12ender Hirsch“ und die „Zuckerpuppen“ standen auf dem Programm. Weil das Tourprogramm an Vielfalt nicht zu überbieten ist, bat danach Andreas die Fans, die Stadthalle noch einmal in das größte Lichtermeer der Tournee zu verwandeln, sodass er es gar nie mehr vergessen kann. Wieder gingen unendlich viele Handyleuchten an und auch diverse andere Leuchtfächer. Bestimmt werden Videos online gestellt, die dieses wunderbare Stimmungsbild zeigen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es Andreas in der Wiener Stadthalle – trotz mehr als 13.000 Fans – am besten von allen heurigen Tourkonzerten gelang, bei „amoi segn ma uns wieder“ respektvolle Stille zu bekommen. Nur am Ende war es nicht möglich Jubel und Applaus zu unterdrücken.

Auch bei der „Beichte“, die ja fast so was wie ein Höhepunkt der Show ist, setzte Andreas noch einmal eines drauf und ließ vier statt zwei Nonnen  auf der Bühne rocken und flehentliche Blicke zum Himmel werfen. Zuvor hatte Andreas noch einmal seine Unschuld beschworen, er sei „unschuldig wie ein Veilchen auf der Alm“! 🙂

Nach dem sehnsüchtigen „Home sweet Home“ kam endlich das Klavier auf die Bühne. Andreas sagte ein paar Worte zum Hersteller, der diesmal auch beim Konzert dabei war, setzte sich dann und bat, alle in der Halle – gleich wo immer sie herkommen, mögen sein allererstes Lied mit ihm singen, sein „Steirerland“ – unbeschreiblich wie der gemeinsame Gesang die Halle erfüllte, ich weiß nicht mehr so genau – aber so zirka 5x ließ Andreas uns am Schluss den Refrain für sich singen „Jo, jo, das Steirerland, das is mei Heimatland …“ und er war sehr bewegt, wie gewaltig sich das anhörte. Es war überhaupt erstaunlich, wie diese riesige Halle von den zarten Klängen des Klaviers und dem Gesang ausgefüllt wurde, sodass man die Band eigentlich gar nicht vermisste, auch nicht bei den Wienerliedern, die Andreas dann folgen ließ „Erst wenn’s aus wird sein, mit aner Musi und dem Wein …“*, „I hab die scheanen Madln net erfunden …“ und noch einem dritten, das ich nicht kannte. Ganz gleich, was Andreas da immer auch als Hommage an ein Land singt, ob es ein Freddy Quinn-Medley ist in Hamburg, Kärntner Volkslieder oder eben jetzt Wiener Lieder, seine Stimme passt immer perfekt, er kann das so wunderschön interpretieren. Den Abschluss bildete – ganz innig gespielt „für mich bist du schean“. Andreas genoss den Jubel der losbrauste nach seiner Klaviereinlage.

Nun ging’s dem Finale entgegen, Spaß und volle Power war angesagt mit „Frühwirth“ „Sweet little Rehlein“ und „Obersteirer“. Zwischendurch hatte Andreas schon ein-, zweimal gesagt, dass sie heute spielen würden und nicht aufhören bis zum Umfallen. Nach einem dieser Lieder machte Andreas fünf, sechs Purzelbäume den ganzen Steg entlang und brachte damit nochmals seine Lebensfreude pur zum Ausdruck. Nach seinem nochmaligen „I sing a Liad für di“, bei dem wir Andreas auf dem ausgefahrenen Bühnenpodest nochmals so richtig feiern durften und er uns auch noch zur „Welle“ anfeuerte, ließ Andreas sich zuerst auf die Knie und dann auf den Boden fallen, das Licht ging aus, das war nicht ungewöhnlich, aber dann lief Alen von der Bühne weg zu ihm auf den Steg und ließ sich neben ihn fallen und schließlich ein Bandmitglied nach dem anderen. Es war ziemlich dunkel und sie lagen zuerst regungslos, ließen uns schreien, „Zugabe“ rufen, minutenlang, so kam es uns jedenfalls vor … plötzlich fingen sie alle an mit den Füßen in der Luft zu strampeln und dirigierten damit im Takt unseren Applaus und unser Klatschen. Dann setzten sie sich auf, sprangen auf, liefen zurück zur Bühne und fingen nochmals mit voller Power die „Bergbauernbuam“ zu spielen an. Für „so liab hob i di“ wünschte sich Andreas nochmals, dass der ganze Saal voll Lichtern funkeln soll und wir mit voller Euphorie mit ihm und für ihn singen. Nach dem Confettiregen ließ sich Andreas wieder auf die Knie fallen. Er war so verschwitzt, dass überall auf seinem Körper Confettistreifchen hängen geblieben waren. Er drehte sich zur Band, um sie auf die Bühne zu bitten, aber da kamen nicht nur sie, da kamen die Tourveranstalter und Teile der Crew. Andreas wurde eine Riesenflasche Champagner überreicht, 3 oder gar 5 Liter groß und eine große Kuhglocke so ähnlich wie die vom Sold-Out-Award in Kempten. Während Andreas mit ziemlichen Grimassen sich plagte die Flasche zu öffnen fing er selbst zu singen an „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön …“ und wir sangen weiter solange bis er sie geöffnet hatte. Er hatte die Flasche vorher noch fest geschüttelt, sodass der Champagner danach wie eine Fontäne aus der Flasche spritzte und diese ließ Andreas zuerst auf die ersten Reihen des Publikums niederprasseln, dann über seine Band ergießen, schließlich spritzte er sich selbst ins Gesicht und nahm dann einen Schluck und reichte sie weiter an die Band.

Die Band verabschiedete sich strahlend, ob dieses fulminanten Abschlusskonzerts in Wien. Andreas nahm noch einmal seine Harmonika und spielte zuerst „Mit dir“ und dann das Lied:

„Sag‘ beim Abschied leise ‚Servus‘,
nicht ‚Lebwohl‘ und nicht ‚Adieu‘,
diese Worte tun nur weh.
Doch das kleine, Wörterl ‚Servus‘,
ist ein lieber letzter Gruss, wenn man Abschied nehmen muss“.

Wir sangen mit ihm und es kam wirklich ein bisschen Wehmut auf bei ihm und uns. Letztlich war aber die Freude überwiegend, weil dieses Konzert wirklich wie erwartet ein ganz besonderes wurde. Andreas wirkte restlos glücklich!

Schon irgendwann während des Konzerts hatte er das Vorjahr angesprochen, wo die Wiener Stadthalle ebenfalls ausverkauft war und die DVD aufgezeichnet wurde. Dieses Konzert hatte ihm so viele Türen geöffnet. Andreas hat betont, dass das Konzert voriges Jahr in der Stadthalle ein ganz wichtiger Wegbereiter für seine erfolgreiche Deutschlandtour heuer wurde, weil die DVD viele gekauft oder die Übertragung im Fernsehn gesehn haben und dadurch auf ihn aufmerksam wurden. Es wurde von acht Fernsehstationen übernommen und mehrmals gesendet, die DVD wurde -zigtausend Male verkauft und nun ein Jahr später, wieder ausverkauft, diesmal sogar mehr als 13.000 Menschen im Publikum und eine noch größere Euphorie. Diese Dankbarkeit, dass das voriges Jahr so aufgegangen ist für ihn, hat man heuer deutlich gespürt. „Die Wiener Stadthalle ist für mich – auch wenn mir das als Steirerbua a bisserl schwer fällt zu sagen – heiliger Boden“ sagte Andreas und dieses Konzert ein krönender Abschluss für eine überaus erfolgreiche Tournee mit 29 Konzerten.

Und Andreas wäre nicht ganz er selbst, wenn er nicht auch noch gleich eine Werbung in eigener Sache angebracht hätte. Diesmal war die Stadthalle schon vor Monaten ausverkauft, damit das nicht mehr passieren kann, damit alle Platz finden, die kommen möchten, wird es nächstes Jahr ein großes Open Air in der Krieau geben am 15. August 2014 und auch da ist der Kartenverkauf schon stark angelaufen.

Das war mein 25. Konzert – und auch wenn die Füße und die Knie weh taten – ein unvergesslicher, stimmungsvoller, powervoller und berührender Abend. Abschließend kann ich echt nur die Worte des Geburtstags-Transparents wiederholen: „Andreas schön, dass es dich gibt und schön, dass du so viele Menschen zusammenführst und zu Freunden werden lässt, die gerne mit dir feiern und miteinander sehr glücklich sind!“

* Wiener Lied von Ernst Prager (1897-1935)

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Kategorien: Fans von A. Gabalier | Schlagwörter: , , , | 6 Kommentare

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6 Gedanken zu „Gabalier: „Sag‘ beim Abschied leise ‚Servus‘!

  1. Edith

    DANKE!!!!!

  2. Brigitte Kragl

    Das, was hier so ausführlich beschrieben wurde, durften wir genauso in München erleben. Gänsehautfeeling vom ersten Lied bis zum Schluss!
    Danke Andi!!!!!!!!!

  3. Elisabeth

    DANKE für diesen tollen Konzertbericht, man kann sich richtig hineinversetzen wenn man das liest 🙂

  4. Gabi

    Sehr schön geschrieben. Und wenn man schon dabei war, kann man es auch sehr gut nachvollziehen. Bei den Konzerten, bei denen ich dabei war (Frankfurt, Siegen und Köln), war es auch so. Wirklich unbeschreiblich von Anfang an bis zum Schluss – und darüber hinaus.
    Diese Konzerten waren meine persönlichen Highlights 2013. Andreas Gabalier hat mein Leben zum Positiven verändert. Danke!

  5. Silvia Sinner

    Das war wirklich ein Konzert das man nie vergessen wird.Ein Andreas der zu Höchstformen auflief und ständig über sich selber hinauswuchs.die Stimmung war einzigartig und man hatte ständig das Gefühl das man das alles festhalten muss um es ja nie mehr zu vergessen und sich an jeden einzelnen Moment erinnern zu können.Die Stadthalle Wien war ausverkauft wie im Jahr zuvor auch und wenn man sich umschaute die steil ansteigenden Sitzreihen war es gigantisch, 13000 Fans waren zusammengekommen viele auch von weit her, um ihrem Andreas das 29.und somit letzte Konzert seiner Tournee ebenso unvergesslich zu machen.Bei allen Liedern wurde kräftig mitgesungen ,das Steirerland dann der Höhepunkt lauthals sang die ganze Halle, ein sichtlich gerührter Andi stand da oben.Ein unglaubliches Lichtermeer erhellte die Halle bei den Balladen und überall funkelte und leuchtete es.Der Andi forderte seine Fans immer wieder auf die Handys einzuschalten damit dieses funkeln,leuchten und glitzern gar nicht mehr aufhörte.Er saß am Klavier und genoss diesen ergreifenden Augenblick genauso wie die Fans.Das Finale rückte näher und die Stimmung steigerte sich immer mehr.Es gab eine Zugabe nach der anderen und er meinte heute wird gespielt und nicht aufgehört bevor er nicht umfällt.Unglaublich wo er nur diese gewaltige Kraft hernimmt .Irgendwann war aber auch dieses letzte Konzert zu Ende, obwohl sich mit Sicherheit jeder wünschte es würde nie vorbei sein.Der Andi genoß den tosenden Applaus und ließ sich immer wieder feiern.Dann sang er Oh wie ist das schön und die Fans übernahmen sofort und sangen für ihn.Mittlerweile waren alle auf die Bühne gekommen die mit ihm arbeiten und mit ihm diese gewaltige Tournee auf die Beine gestellt haben.Sie hatten eine große Magnum Flasche dabei die der Andi dann kräftig schüttelte und aufs Puplikum zielte.Als sich der Korken lößte bekammen alle eine Dusche die Band, die Fans und auch der Andi so das er nachher beim Autogramm schreiben meinte: Es sei etwas unangenehm aber seine Unterhosen schwammen im Champagner.Er hatte es auf seinem letzten Konzert wieder einmal geschafft alles zu toppen und sich selbst noch einmal zu Höchstleistungen zu bringen und mit Sicherheit wird es für ihn wie auch für seine Fans ein unvergessliches Konzert bleiben.Weil für ihn der Olymp die Stadthalle etwas ganz besonderes ist und dieses Konzert einzigartig ist.Eine unvergessliche Stimmung an die man sich noch lange erinnern wird.Danke Andi für diese großartige Tournee die ein voller Erfolg war und immer in Erinnerung bleiben wird.VOLKSROCKENROLL FOREVER…

  6. Andreas Darr

    Es gibt eigentlich nichts mehr anderes zu berichten als das was geschrieben wurde zu bestätigen.Das Konzert in der Arena Nova
    in Wiener Neustadt kann schon wegen der Größe nicht mit der Stadthalle in Wien mithalten .Aber für mich war es ein ganz besonderer Augenblick ,Der Andreas hatte an diesem Tag sein Geburtstag, ich ( auch Andreas ) hatte meinen Geburtstag .Das Konzert war fantastisch wie beschrieben .Für mich ein sehr bewegter Tag. Danke Andi.

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