Rückblick – die Ängste vor einem Musikantenstadl!


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Alle Freunde der Schlager-/Volksmusik wissen es, und ein Andy Borg oder Florian Silbereisen nehmen es gewiss mit einem Lächeln zur Kenntnis, dass sogenannte oberschlaue Intellektuelle gerne auf ihre Musikbranche medial hindreschen. „volksdümmlich“, „das sei keine Kunst“, „Volksverblödelung“, „vorgaukeln einer heilen Welt“,…. um nur ein paar Schlagbegriffe zu nennen, die so manche Kritiker von sich geben. 
Einen ganz schlimmen, ja geschmacklosen, Artikel haben wir vor 3 Monaten im Berliner Kurier über Silbereisens TV-Advent-Show gelesen – siehe hier….

Diese in den Keller lachen gehende Kritiker gab es schon immer – oder zumindest auch schon vor 30 Jahren. 
Die österreichische Tageszeitung hat mit Jahresbeginn eine Serie  mit Rückblicken gestartet – was Österreich vor 30, 50 oder 100 Jahren bewegt hat. Da mich die Geschichte des letzten Jahrhunderts sehr interessiert, bin ich ein aufmerksamer Leser dieser Rückblicke in die Vergangenheit. 
In der heutigen Presse-Ausgabe ging es um eine Diskussion vor 30 Jahren über ein mögliches Ende des ORF-Monopols. Man glaubt es kaum, vor drei Jahrzehnten hatten wir nur einen TV-Sender mit nur 2 (!!!!) Programmen – und trotzdem waren wir glücklich 🙂
Zurück zu diesem Rückblick ins Jahr 1984 – die PRESSE schrieb damals folgendes:

Heute vor 30 Jahren – Musikantenstadl und das ORF-Monopol

Einpeitscherinnen im Dirndl – eine vernichtende Fernsehkritik.

Die Presse am 12.2.1984

Die Aufgabe ist leicht: Weisen wir ein für allemal nach, dass ein Ende des ORF-Monopols gewiss keine deutliche Senkung des Niveaus in den audiovisuellen Medien bedeuten würde. Der „Musikantenstadl“ ist, selbstverständlich, das Beweisstück. Wie da mehrere Tausend Menschen vor einer hässlich folkloristischen Dekoration eine ganze Sendung lang – von Einpeitscherinnen im Dirndl und Verführern in der Tracht aufgefordert – zu jeder Art von Darbietung den Takt mitklatschen und bei den seltsamsten Gelegenheiten zu schunkeln beginnen, das allein gehört schon zu den Ritualen, bei denen vollsinnige Beobachter nachdenklich werden können: Die Hochstimmung ist dermaßen spontan und unnuanciert, dass einem angst und bang werden kann.

Angst und bang bei einer fröhlichen Musik-Show???

30 Jahre später – 2014!
Der so oft totgeschriebene Musikantenstadl erfreut sich nach wie vor einer großen Beliebtheit. Egal wo Andy Borg und sein Stadl gastieren, die Hallen sind ausverkauft, und in der kommenden Show (am 8. März in Wr. Neustadt) tritt dort Österreichs zurzeit erfolgreichster Musiker bereits zum 5. mal live auf – Andreas Gabalier vor begeisterten Einpeitschern und Verführern in Tracht!

Während Schlager und Volksmusik die Charts anführen und Dirndl und Lederhosen einen Boom in der Jugend auslösen, versuchte man die Phobien eines Fernsehkritikers aus dem Jahr 1984 in einer geschlossenen Anstalt zu heilen – bis dato vergebens 🙂 ….

….und da wir wie erwähnt Rückblicke schätzen, machen wir einen Blick zurück in November 2011….

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