Rückblende – heute vor 2 Jahren…….


Heute vor 2 Jahren – am 10. Mai 2012….

Es ist ein sonniger Frühlingstag, ein klarer Fall für den Gastgarten. Oder einer für Gabalier. Das Bild auf dem Vogelweidplatz: Viel Dirndl, viel Lederhose, viel Dialekt. Aus allen Bundesländern sind die Gabalieristi angereist. Kirtag-Atmosphäre mit Sightseeing-Charakter – Brezen, Bier, Fotoshooting vor der Stadthalle. Junge Mädels, ältere Herren, und umgekehrt. Die Zielgruppe ist klar definiert: Alle. Rehlein und Kaiberl als Stofftiere (um zehn Euro) strecken ihre Köpfchen aus der Handtasche im Lebkuchen-Style. Darauf steht „Spatzerl“. Die Vorfreude ist spürbar, sichtbar, mitunter sonderbar. „So liab hob i di“ steht den Fans in Gesichter und auf Dekolletés geschrieben.

Um 20.10 Uhr steht Gabalier plötzlich mit Sonnenbrille, rotweißrotem Kragen und der Quetschn`n auf der Rampe vor der Bühne. Der selbst ernannte Volks-Rock’n-Roller spielt auf. Johlen und Kreischen, Klatschen und Stampfen. Ein Selbstläufer, auch wenn Gabalier „die Hos’n g’strichen voll hat“. Die Fans sind von der ersten Sekunde an bei ihm, hinter ihm, mit ihm. Ja, es rockt. Er rockt. Hochtalentiert als Dompteur der Massen. Er breitet die Arme aus, kniet nieder, wandert als Prediger für das Heimatgefühl über die Bühne und schwärmt: „Die Wiener Stadthalle ist für einen Steirerbuam der Olymp.“

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Auf dessen Gipfel beschwört er 24 Lieder lang das Land, die Liebe und den Glauben an Engerln. Die Menschen danken es ihm, unbeschwert und glücklich.

Andreas Gabalier scheint zumindest für drei Stunden die Antwort auf eine europäische Krise. Wo Schlagzeilen über Staatsdramen und Finanzdesaster, über Korruption und Globalisierungswahn die Aktualität beherrschen, hat die Verkörperung von Tradition, Regionalität und Bodenständigkeit leichtes Spiel. Gabalier besingt das „Dahoam“, die feschen Madln und die Alm. Er zelebriert das Steirerland, den Zwölfender-Hirsch und das „Sweet Little Rehlein“.

….

Andreas Gabalier verpackt in seine Texte kaum Kritik. Er ist nicht bemüht, eine Welt zu entwerfen, die wir gerne hätten, sondern erfreut sich live und gut bei Stimme hymnisch daran, was wir haben. Und das ist nicht nix. Er ist zweideutig, aber trotzdem sauber. Frech, aber nicht provokant, immer nahbar und nie irritierend. Das macht ihn vertraut, so einer ist im gemeinsamen Gefühlsbad zumindest ein Busserl wert. Das muss nicht jedem gefallen. Aber es tut auch niemandem weh. (Quelle: Kurier 12. Mai 2012)

Knapp 2 Jahre später wird Andreas die Wiener Stadthalle als heiligen Boden bezeichnen! 🙂

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