Ein Ritterschlag für Andreas Gabalier


smago! meint: Mehr geht einfach nicht…! Und auch Andreas Gabalier selbst spricht von einem ‚ganz besonderen Artikel’…:

bild6Die „Frankfurter Allgemeine“ (kurz: FAZ) hat in Gestalt von Redakteurin Anke Schipp dem VolksRock’n’Roller ANDREAS GABALIER ein neues Denkmal gesetzt.
Der Artikel „Gaudi, G’fühl und Rock’n’Roll“ dürfte so ziemlich alles übertreffen, was bislang über den 29-jährigen Steirer Bua geschrieben wurde.

7 Folgen lang saß er in Lederhosen zwischen Sarah Conner und Roger Cicero; zunächst wie ein Fremdkörper, dann ganz selbstverständlich, und schließlich wurde er der heimliche Star der Sendung. Seitdem sind fast alle Lieder von ihm in den deutschen Singlecharts und bei iTunes gelistet. Und seitdem hat Gabalier Fans, die lieber ihre Unterhosen bügeln würden, als im Fernsehen den „Musikantenstadl“ einzuschalten.

Gabalier lehnt sich zurück. Zum Interview trägt er keine Lederhosen, sondern eine zerrissene Cargojeans, Lederjacke über dem Karohemd und Turnschuhe. „Die Sendung hat mir sehr viel bedeutet“, sagt er, „sie hat mich herausgebracht aus den Schubladen. Für euch Deutsche ist das so: Ihr seht eine Lederhose, eine Harmonika, einen Dialekt – und damit ist es Volksmusik. Viele wissen gar nicht, was ich so mache. Dafür war die Sendung gut, um a bisserl zu zeigen, was man so drauf hat.“

………….

Wenn er von dem Anfang erzählt, legt sich ein zufriedenes Lächeln über sein jungenhaftes Gesicht. „Man genießt’s, was soll ma sagen.“ Dabei weiß er, dass er vom Helene-Fischer-Phänomen profitiert. Die blonde Schlagersängerin hat wie keine vor ihr die Barrieren gebrochen und mit ihren Liedern längst alle Schichten der Gesellschaft erreicht. Was sie von Gabalier unterscheidet, ist, dass sie musikalisch die heile Schlagerwelt nie verlassen hat. Gabalier bietet durchaus mehr. Er spielt mit den Klischees der Volksmusik, sie sind sein Basismaterial, das er gekonnt ironisiert. Er singt natürlich auch von der „Liabe“, von „dahoam“, vom „Oilpenglühn“ und textet munter Liedzeilen wie diese: „Vo de Madl ihre Wadl griag i net gnuag“. In „A Man of Volks-Rock-’n’-Roll“, das er vergangenes Jahr in einem Tonstudio in Nashville aufgenommen hat, beschreibt er sich als „kernigen Bergbauernbua“ und als „Zwölfenderhirsch“, aber das brüllt er so trotzig und mit solcher Wucht zur E-Gitarre raus, als wolle er Metallica Konkurrenz machen.

……………

Es gibt eine Szene in „Sing meinen Song“, ganz am Ende der letzten Folge, als noch einmal die Highlights gezeigt und die letzten Witze gemacht werden, da wird Xavier Naidoo plötzlich ganz ernst und sagt zu Andreas Gabalier, dass er ihn mit seinem Gesang mitten ins Herz getroffen habe, „vielleicht wegen deines verschmitzten Lächelns, du hast irgendwie eine Ausstrahlung, die mich einfach, ja, fast schon väterlich berührt“.

In diesem Moment ist es mehr als das Kompliment eines Künstlers an einen anderen Künstler, was normalerweise das Konzept der Sendung ist. Es ist die Verbeugung eines der bekanntesten Popsänger Deutschlands vor einem österreichischen Volksmusiker. Es ist wie die Verbrüderung zweier feindlicher Stämme. Und es ist für Gabalier das, was er „ein bisschen in der Höhenluft mitschnuppern“ nennt. In der Gewissheit, dass es auch schnell wieder vorbei sein kann.

Den vollständigen Artikel findet ihr hier…..
Diese mediale Reportage ist erneut Beweis, dass Andreas zumindest in Deutschland „neue“ Grenzen überschritten hat. Umfangreich, seriös, ernst-gemeint,…. sehr selten, dass hier zulande  über Andreas in diesem Stil geschrieben wurde.

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Kategorien: Pressemeldungen | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Ein Ritterschlag für Andreas Gabalier

  1. Alexandra

    Dem Artikel kann man nur zustimmen.Wenn man Andreas live erlebt hat weiss man wovon man spricht. Für mich war das noch nie Volksmusik. Andreas hat einfach genau das gemacht, was bisher in der Musikszene immer gefehlt hat. Er sieht nicht nur super gut aus sondern hat auch was auf dem Kasten. Hoffentlich bleibt er uns mit dem Volks Rock n Roll lange erhalten. Seitdem ich Andreas Musik höre habe ich einfach nur noch gute Laune.Das Leben ist scheee… weil es den Andi gibt!!!!

  2. Gabi

    Sehr schöner Artikel; genau so wie es auch ist und sicherlich die Meinung ganz vieler Fans. Ja, wirklich schön war’s in Neu Isenburg (Hessen) und so still und leise bei „Amoi segn ma uns wieder“, wie ich bisher bei den Konzerten noch nie erlebt habe. Und wie Andreas Gabalier dort sagte „sehr respektvoll“.
    Und jetzt freue ich mich sehr auf Fulda 🙂
    Gruß aus Hessen

  3. me

    „sehr selten, dass hier zulande über Andreas in diesem Stil geschrieben wurde.“ <<<< Kann ich Dir sagen warum, weil die meisten Zeitungen hierzulande keine studierten, interessierten Journalisten angestellt haben.
    Österreich herrscht Vetternwirtschaft, da brauchen einige dann kein Studium um Artikel zu verfassen.

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