Heimspiel für Andreas Gabalier und Nik P.


In einem kleinen Tonstudio im steirischen Teufenbach begann die Karriere eines Nik P. oder auch eines Andreas Gabalier. So darf das gestrige Nik P. Open Air, bei dem Andreas als „Special Guest“ live auftrat,  als wahres Heimspiel der beiden erfolgreichsten Musikern aus dem Stall-Records bezeichnet werden.
Dank unserer guten Seele aus Wien können wir trotz unserem Urlaub einen ausführlichen Bericht hier veröffentlichten ….

10502087_10152422467148463_3244849644004639070_n

28.06.2014  Andreas als Special Guest beim Nik P. Open Air in Teufenbach

Wir wussten schon am Morgen, dass dies ein ganz besonderer Tag werden würde und waren bereit, ihn zu genießen, schließlich hatten wir uns so sehr darauf gefreut! Alle Album-CDs im Gepäck wurde die Fahrt zu einer kurzweiligen Einstimmung auf den Abend, spezielle Lieblingslieder spielten wir auch gleich mehrmals, die Zeit wurde fast zu kurz. Das Navigationssystem leitete uns über das Klippitztörl, eine Passstrasse, die in Serpentinen ganz hoch hinauf führt durch eine herrliche Almlandschaft, wir konnten nur noch staunen – so wunderschön ist unsere Heimat! Später erfuhren wir, dass auch Andreas es liebt, mit seinem Motorrad die Strasse über’s Klippitztörl zu cruisen, weil da oben die Welt einfach so unbeschreiblich schön ist.
Dann ging die Fahrt weiter in unser Quartier, schnell eingecheckt, noch zwei Regengüsse abgewartet und auf nach Teufenbach! Den Rest des Abends blieb das Wetter trocken!

10464061_528439577281510_2315953724392863700_nAls wir am Open Air Gelände, dem Parkareal von Teufenbach, eintrafen, hatten wir schon Einiges versäumt. Das Banner „Wir sind stolz auf unseren Heimatsohn“ war im Blickpunkt des Interesses der Kleinen Zeitung, erste Interviews mit treuen Fans hatten bereits stattgefunden, so nach und nach füllte sich der Platz.

Um 18.00 Uhr startete die Livemusik, zuerst mit kaum bekannten Sängern, dann Alen Brentini mit seinem Trio aus Kroatien. Es folgte noch Como und Piero Esteriore, da war es abschätzbar, dass nun bald Andreas auf die Bühne kommen würde. Er musste nicht mit Musik vom Band singen, zwar nicht seine gesamte Band, aber ein kleines feines Grüppchen von tollen Musikern begleitete ihn, Uwe Schmidt, Alen Brentini und Mathias Roska.

Andreas startete sein Intro mit dem Lied „Auf der Alm“ und textete zwischendurch ein bisserl um, „du mei Oim es ziagt mi aufi, aufi zu dir do muaß i sein und mei Herz fangt an zum schlogn, wenn’s di mei Teufenbach von weitn aus scho siagt.“
Andreas stand ganz vorne am Steg und holte sich tosenden Applaus und lautes Gekreische seiner Fans ab und man hatte das Gefühl, dass er es nach den Wirren der letzten Tage einfach ganz besonders genoss. Das Banner „Wir sind stolz auf unseren Heimatsohn“ tat wahrscheinlich noch ein Übriges, so dass er das Konzert immer und immer wieder als Heimspiel bezeichnete und erlebte. Das tat ihm richtig gut. Dann folgte „Man of VolksRock’n’Roll“ und das erste Mal „I sing a Liad für di“. Nach jedem Lied stand Andreas erwartungsvoll auf der Bühne und ließ sich feiern, legte mit kleinen Handbewegungen noch ein bisserl nach, aber das war gar nicht nötig. Die Stimmung war großartig und ganz klar für ihn. Er musste sich wohlfühlen in diesem Bad in der Menge. Laut Nik P. waren beinahe 10000 gekommen, beim letzten Open Air waren es, glaub ich, zirka 8000 und das war damals schon Rekord.

Nach der Nummer „SIE“ fing er erstmals ein bisserl zu erzählen an. „Es treibt mich jetzt wieder von Open Air zu Open Air, vom Tonstudio bis ins Studio der ZIB 24 …!“ Tosender Applaus brauste auf, „das war relativ einstimmig“ stellte Andreas lächelnd fest, fügte aber dann hinzu, man möge doch bitte so manche Diskussion im Internet ein bisserl niveauvoller führen. (Persönliche Anmerkung: die allzu bösen Kommentare auf manchen Facebookseiten kamen eher nicht von Andi-Fans, sie stammten von Leuten, die einfach über unsere Politiker erzürnt sind!).

Nach diesem kleinen Exkurs in das aktuelle Geschehen folgten die „Obersteirer“. Ein bisserl legte Andreas nach diesem Lied noch nach: „Ich will jetzt zu dem Thema gar nimmer viel sagen, in die Politik misch i mi net ein! Aber die Marmelad‘ wird trotzdem immer die Marmelad‘ für mi bleiben“, rief er, wieder tosender Applaus.
Dann kam „Bergbauernbuam“. Andreas war so gut drauf, man spürte, dass er sich wohlfühlte auf der Bühne, endlich wieder in seiner Welt, eine Freude ihn zu beobachten. Er wirbelte über die Bühne oft mit so schnellen Drehungen, dass er manchmal ein bisserl außer Atem kam. Drum ließ er dann öfters uns für ihn singen, er sagte zwar, weil er fast keine Stimme mehr habe, aber das war es nicht, seine Stimme war durchaus kräftig, er war eher ein bisserl atemlos, weil es ihm an Kondition fehlte, so wie er da seine Pirouetten drehte!
„Was für eine Familie der VolksRock’n’Roller“, sagte er dann, „diese Zeit ist das Highlight meines Lebens, viel mehr Spaß kann man gar nicht mehr haben, viel mehr Arbeit auch nicht …“ fügte er etwas leiser hinzu, dann fing er an von seiner Oma zu erzählen, dass er es ihr zu verdanken habe, dass er heute hier auf der Bühne steht, dass sie leider vor vier Wochen einen Schenkelhalsbruch hatte und nicht hier sein kann, sondern im Spital liegt, sich aber schon auf dem Weg der Besserung befindet.

10470986_783776664976270_3538436741799918944_o10475445_783777038309566_1129800597080974665_o

„VolksRock’n’Roller“ sang er dann ganz besonders innig, irgendwie wurde das Lied zu einem Highlight an diesem Abend.
Zwischendurch bedankte sich Andreas bei seinem Produzenten Mathias Roska (Foto), dass er heute in Teufenbach dabei ist und er gratulierte ihm zu seinem 45. Geburtstag. Mit dem zweiten Mal „I sing a Liad für di“ testete Andreas nochmals die Stimmung im Park, aber da war nichts zu testen, die war kaum zu überbieten. Ein bisserl leiser wurde es dann mit der Zugabe „So liab hob i di“, obwohl Andreas uns da erst recht aufforderte fest mit ihm zu singen.

Eigentlich wollte Andreas mit „So liab hob i di“ Schluss machen. Er war sehr darauf bedacht, Nik P. nichts von seiner Zeit wegzunehmen, man hatte überhaupt das Gefühl, dass es ihm sehr wichtig war, als Special Guest zwar Stimmung zu machen, aber immer wieder auf Nik P. und sein Open Air hinzuweisen. Wir ließen ihn aber noch nicht gehen, er flüsterte mit Matze und Uwe, dann verließ die kleine Band die Bühne und Andreas stimmte nur mit seiner Gitarre „Steirerland“ an. Das hatte echt noch gefehlt! Er ließ uns den Refrain immer und immer wieder singen, insgesamt mindestens sechs Mal, ein Riesenchor in der Parkarena von Teufenbach, inniger hätten wir nicht einmal die Bundeshymne singen können. Es war ein Heimspiel und die Fans trugen ihn durch diesen Abend.
Sein Abschied war kurz, Bernd Pratter kündigte einen Bühnenumbau für den eigentlichen Star des Abends an … plötzlich sahen wir, dass Andreas zurück gekehrt war auf den Bühnensteg und während die Bühne umgestaltet wurde, warf er unzählige Autogrammkarten in hohem Bogen ins Publikum, bis er die letzte verteilt hatte. Erst dann verschwand er unbemerkt hinter der Bühne.

Bevor Nik P. startete, verließen wir unsere Plätze in Bühnennähe und stellten uns auf den Hügel bei Andis Fanstand, so hatten wir das ganze Gelände im Überblick und konnten die tollen Lichtspiele auf der Bühne in den Kronen der alten Parkbäume beobachten. Das waren großartige stimmungsvolle Eindrücke. Die Stimmung hat auch bei Nik P. gepasst, alle Hände waren in der Höhe, wenn er es wollte und auch seine Lieder wurden mitgesungen. Da merkte man schon, dass die Fans von Andreas und Nik P. durchaus harmonieren und teilweise dieselben sind. Knapp vor Mitternacht konnte man dann allerdings schon  Ermüdungserscheinungen feststellen, da wurde es dann ein bisserl mühsam bis zum letzten Lied kurz nach Mitternacht.
Ein prachtvolles Feuerwerk beendete einen wundervollen stimmigen Abend.

Nun hat auch Andreas bald seine eigenen großen Open Airs in Wien und am Schwarzlsee, wo er den Abend erfüllen und seine Fans „verzaubern“ kann! Wir freuen uns darauf schon riesig!

Impressionen aus Teufenbach:
10451780_528447157280752_536969962588561543_nstolz auf ihren Sohn 🙂

10511213_10152422466963463_6347321802605703793_n

1524979_10201295549429894_3724067676467267368_n10510356_10204321759865384_43559559_n
begehrtes Fotomotiv war Silvia im feschen Dirndl 🙂

10518013_10204321530379647_2593437484347187134_ndie passende Antwort auf so manche blöden Kommentare der letzten Tage

10478656_10152422468478463_7211373134102366106_n

Gold für Nik P. – Gratulation!!!

Fotos von Gerald Lobenwein und unseren VRRollern Monika + Gertraud – DAUNKSCHEEEEE!!!!!

Advertisements
Kategorien: Live-Auftritte | Schlagwörter: , , , , , | Ein Kommentar

Beitragsnavigation

Ein Gedanke zu „Heimspiel für Andreas Gabalier und Nik P.

  1. Bea

    Ein toller Bericht! Dankeschön an das Heinzelmännchen aus Wien, Gruß an die Urlauber!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: