Tagesarchiv: 11. November 2014

Wetten dass…?, Gabalier sowie Neid und Häme der dummen Kritiker

Wir haben gestern über die lobenswerte Kampagne „stolz drauf auf Österreich“ von Integrationsminister Sebastian Kurz berichtet, bei der sich Andreas Gabalier als einer von 300 „Botschaftern“  gleich mit einer heimatbewussten Aussage zu Wort meldete. Noch in der selben Stunde regnete es vor allem auf der Plattform Twitter (die virtuelle Heimat der sogenannten und sebsternannten „Oberschlauen“ des Landes) Häme über die Kampagne und auch, dass just der Gabalier in Lederhose als „Heimatbotschafter“ ernannt wurde. (Seit dem Hymnenstreit das rote Tuch für so manche Links-Orientierte).
Wie armselig muss der Geist derer sein, die „Schaum-vor-dem-Mund“ beim Anblick von Dirndl/Buam in Tracht in Panik verfallen? Wir wissen es nicht und nehmen es nur lächelnd zur Kenntnis 🙂

Ähnlich auch die Berichterstattung über die vergangene „Wetten dass…?-Show“ aus Graz, wo vor allem deutsche Medien nicht mit Häme sparten. Wir möchten darauf gar nicht näher eingehen, weil uns bereits die Online-Seite Schlagr.de mit ihrem Bericht aus der Seele schrieb:

Am vergangenen Samstagabend ging  “Wetten, dass..?” in seine vorletzte Runde. Eröffnet wurde die Sendung allerdings nicht wie gewöhnlich von Markus Lanz, sondern von Andreas Gabalier. Dieser hatte in seiner Geburtsstadt Graz ein Heimspiel und gehörte zu den Lichtblicken auf der mit Hollywood-Stars gespickten “Wetten, dass..?”-Couch.

Es scheint dieser Tage ein Trend zu sein, den aussterbenden TV-Dino “Wetten, dass..?” in Grund und Boden zu schreiben. Wir nehmen aus drei Gründen davon Abstand: Erstens sollte man mit Legenden respektvoll umgehen und in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass diese Show viele Menschen 33 Jahre lang unterhalten hat. Zweitens gehört es sich nicht, auf jemanden einzutreten, der bereits am Boden liegt. Das ist immer einfach, und merkwürdigerweise hätte sich das vor zehn bis fünfzehn Jahren niemand getraut. Und drittens dreht sich bei uns alles um den deutschen Schlager. Mit Andreas Gabalier saß am Samstag in Graz ein hervorragender Vertreter dieses Genres auf dem berühmten “Wetten, dass..?”-Sofa, der einen starken Auftritt hinlegte.

10712871_597517303707070_2105120378192328262_nDie erste Überraschung gab es bereits zu Beginn der Sendung: Statt Markus Lanz eröffnete der Steirer Andras Gabalier die Show aus seiner Heimatstadt Graz. Der “Wetten, dass..?”-Moderator begleitete seinen Gast am Flügel zu dessen Erfolgshit “I sing a Liad für di”. Während Gabalier im schicken Anzug die Bühne eroberte, erschien Lanz in typisch steirischer Tracht auf der Bildfläche. Der Auftakt war durchaus gelungen, zumal Gabalier seine kompletten Entertainer-Qualitäten ausspielte. Davon durfte Markus Lanz zum Ende der Show erneut profitieren – zumindest was den Unterhaltungswert angeht. Für ihn persönlich hatte die Tatsache, dass Gabalier gemeinsam mit den Grazern die Stadtwette gewinnen konnte, jedoch unangenehme Folgen. Der Moderator muss sich aufgrund seiner Niederlage auf den “Movember”-Zug aufspringen und sich einen Schnurrbart wachsen lassen (um auf die Gefahren von Prostatakrebs hinzuweisen).

Auf dem Hauptplatz in der steirischen Landeshauptstadt war der Teufel los, als sich Andreas Gabalier zum Ende der Sendung der Stadtwette stellte. Er hatte die Aufgabe, einmal quer über besagten Hauptplatz zu “stage-diven”, was ihm erfolgreich gelang. Unter den Klängen seines Songs “Volks-Rock’n’Roller” ließ sich der Österreicher von seinen Landsmännern und Landsfrauen auf Händen tragen.
Übrigens: Der Marktanteil  in der Zielgruppe der 12-49-Jährigen lag bei starken 33 Prozent, bei den 12-29-Jährigen waren es immerhin 25 Prozent. Das wird natürlich nicht reichen, damit Deutschland “Wetten, dass..?” wieder auf Händen trägt, aber immerhin dürfte es zu einem ersten versöhnlichen Abschluss beigetragen haben – auch wenn das natürlich nicht alle Medienvertreter und TV-Zuschauer so sehen mögen.

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