Unser Exklusiv-Interview


Interview mit Andreas Gabalier am 17. Dez.2012, 17:45 Uhr

Dieser Tage befindet sich Andreas Gabalier bei der TV-Aufzeichnung der Helene Fischer Show 2012 in Berlin (Ausstrahlung dieser Sendung ist bekanntlich am Christtag).
Dank KOCH UNIVERSAL MUSIC durfte ich heute für unsere Seite  „Andreas Gabalier-Rundschau“ mit unserem steirischen VolksRock`n`Roller, trotz eines sehr dichten Terminkalenders, ein Telefon-Interview führen.

Nachdem ich mich vorstellte und Andreas meine Beweggründe für die Rundschau erklärte und ich ihn nieder redete, war meine erste Frage – kennst Du bereits die Seite Andreas Gabalier Rundschau?
Andreas: Ja, eure Seite ist mir bekannt!

12170_541906859154034_864833265_nDie musikalische Entwicklung von Deinem ersten Album bis zum Live-Album hört man gut heraus – zur volkstümlichen Musik flossen Schlager bishin zu Rock-Elementen ein. Hat sich auf diesem Weg der VolksRock`n`Roller-Andreas selber gefunden?
Andreas: Absolut, absolut! Da steckt wirklich alles von mir drinnen, meine Vorliebe zur Volksmusik, aber auch genauso Schlager und Rockmusik. Je nach Gemüt, höre ich diese oder jene Musik und diese Breite findet sich in meiner Musik wieder. Das bin ich!

In den 90er gab es schon den Mix Rock mit Volksmusik – man nannte ihn den Alpenrock! Auch der war damals ziemlich erfolgreich, aber bei weitem löste er nicht diese Begeisterung aus wie Du heute.
Andreas: Des kann man nicht vergleichen, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich mag auch diese Vergleiche mit anderen Musikerstars nicht, ich bin nicht besser als andere. Ich mach ganz was anderes, was Eigenständiges und schau nicht auf andere, das ist vielleicht mit ein Grund für meinen Erfolg.

Bei „Amoi seg ma uns wieda“ muss ich manchmal an Lieder des Austropop  denken – Ambros oder ein Ludwig Hirsch haben ebenfalls oft über den Tod gesungen – der Unterschied zu Dir ist, deine Texte werden zu Seelentröster.
Andreas: Genau! So sehe ich das auch, ich möchte die Menschen, die ähnliche Schicksale durchlebten, mit diesem Lied einfach ein wenig Hoffnung schenken. Und es freut mich wenn ich das auch erreiche.

Man merkt bei Deinen Livekonzerten mit Band, dass Du auf Deine Musiker richtig stolz bist. Wer hat die Band zusammengestellt und arbeiten die Bandmusiker am 4. Album mit?
Andreas: Das war ich alleine. Sie wurden gecastet, mit Rücksicht ihre freien Terminkalender für die Tour, und ausgesucht wurden sie schlußendlich von mir. Wir verstehen uns prima – die Arbeit im Studio erledigen allerdings weiterhin Studiomusiker, die Zusammenarbeit mit Band gilt nur für die Liveauftritte.

Man liest, dass Du für die Arbeit am 4. Album nach Nashville ins Mekka der Country-Musik fliegst. Ist das ein langersehnter Wunsch von Dir?
Andreas: Auf jeden Fall, das ist eine geile Sache mal eine andere Luft schnuppern, neue Facetten kennenzulernen. Ein weiterer Meilenstein, ich freu mich echt schon darauf!

Du bist bekanntlich auch ein Johnny Cash-Fan – wirst Du vielleicht dort sein Grab besuchen?
Andreas: Darüber habe ich noch nicht nachgedacht, schau ma mal. Wir haben dort nämlich ein relatives dichtes Programm vor uns.

Du erwähnst immer wieder auch den Film „Walk the Line“. Was berührt dich an diesem Film, gibt es da etwa einige Parallelen von Dir mit Cash?
Andreas: Mit gefällt die ganze Story, die Machart an diesem Film, der ist einfach so großartig produziert, der Film schafft es einfach, dass man da 2 ½ Stunden in ihn hineinfällt.
Vielleicht gibt es kleine Parallelen wenn man die Familienschicksale betrachtet.

Dein persönlicher Jahresrückblick 2012?
Andreas: Das war ein beinhartes Jahr, es war gewaltig was da auf einmal herein gebrochen ist, das war nicht vorhersehbar. Natürlich muss man da vieles zurückstecken, wie sein Privatleben und natürlich ist man nicht mehr der Selbe wie am Beginn der Karriere, aber das ist normal….
nächstes Jahr wird alles geblockter eingeplant, dann finde ich auch wieder mehr Zeit für mich.

Andreas präsentiert Ski-WM-Song beim Nachtslalom am Wiener Hausberg Semmering.

In den letzten Stunden kursiert auf Facebook die Frage ob Du am 29. Dezember am Semmering den Ski-WM-Song präsentieren wirst?
Andreas: Ja genau, am 29. findet der Damen-Nachtslalom am Semmering statt, und zwischen den Durchgängen, in der Pause, ist geplant, dass ich dort live den Ski-WM-Song vorstellen werde.

Viele berühmte Österreicher verlegen am Höhepunkt ihrer Karriere gerne ihren Wohnsitz ins Ausland – z.B. nach Deutschland, hattest Du schon ähnliche Überlegungen, auch aus steuerlichen Gründen?
Andreas: Sowas tät ma nieee einfallen, an sowas denk ich nicht einmal, i bleib mei Leben lang in der Steiermark.

Eine vor kurzem veröffentliche Jugendstudie beschreibt den konservativ-bürgerlichen Spießer folgendermaßen:
Dein Zimmer weist Bücher auf, es ist aufgeräumt, Technik ist dir nicht wichtig. Du hörst am liebsten: Andreas Gabalier, Abba oder Unheilig. Du bist heimatverbunden, häuslich und Ehe und Familie sind deine Grundfesten.“ Was sagst du zu diesem Klischee?
Andreas: Gar net viel. Die einen schreiben so, die anderen wieder so, des is etwas, was ma lernen muss, dass ma sich net über alles Gedanken macht – ich les des alles gar nit mehr, da wirst sonst von hinten bis vorn nicht mehr fertig. I seh des alles sehr easy!

Dass Du den Trachtenboom in Österreich gehörig angekurbelt hast, darauf bist aber schon stolz, oder?
Andreas: Sicher, sicher ist des toll, des taugt mir einfach, wenn die Jugend wieder in Dirndl oder mit einer Lederhose ausgehen!

Ist Dir es auch wichtig, dass Du besonders bei der Jugend heimatbewusste Werte mit deinen Liedern vermittelst?
Andreas: Absolut! Des ist auf jedenfall auch a Anliegen von mir, dass wir a bisserl Tradition, Kultur oder Brauchtum noch aufrechterhalten.

Bist Du auch politisch interessiert?
Andreas: Politik lässt mich so was von kalt – des ist net mei Baustelle!

Ich möchte mich im Namen unserer Leser für das Interview bedanken, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich ein Star mit vollem Terminkalender, Zeit nimmt für ein Interview mit einer Internet-Fanseite.
Andreas: Das passt schon! I find es ja a toll wenn Fans das so mitleben!

3 Kommentare

3 Gedanken zu „Unser Exklusiv-Interview

  1. Martina

    Danke für das Interview 🙂 schon ein Wahnsinn was sich da momentan alles tut! Vor drei Jahren haben mich noch alle ausgelacht wie ich vom Andreas Gabalier erzählt hab…

    • Ging mir genau so. Damals wurde ich belächelt. Und heute sind sie alle auch Fans von Andreas. Bello che esiste uno come Andreas. Weiter so.

  2. Theresa Zoitl

    Gerade wieder durchgelesen, das Exklusiv-Telefon-Interview von unserem Berg Bauer mit Andreas am Ende des vorigen Jahres.
    Wie er wohl heute darauf antworten würde? Wahrscheinlich nicht viel anders, nur um ein paar Erfahrungen – Nashville z.B. – reicher.
    Klug gestellte Fragen, die zeitlose Antworten ermöglicht haben. Andreas, wie er einfach denkt und lebt, nicht jeden Tag anders spricht, sondern bleibende Werte als Grundsatz hat.
    Es ist immer wieder schön das zu lesen und dahinter seiner Stimme zu lauschen, seiner Sprachmelodie, die so vertraut ist aus unzähligen Interviews, die sich oft ähnlich sind, aber doch immer wieder neu und anders.
    Man kann nie davon genug bekommen, genau wie von seinen Liedern, von seinem Strahlen, seiner positiven Lebensenergie, die immer wieder bereichert, stark und froh macht.
    Es ist schön, dass es ihn gibt!!!

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